Donnerstag, 25. Dezember 2008
Die (doppelte) Haelfte
1. Wir fliegen in Richtung Heimat
2. Wir fahren ab nun immer auf der anderen Seite (Linksverkehr: Neuseeland, Australien, Japan, Indien....alle fahren sie auf der FALSCHEN Seite :) )
3. Ab nun koennen kommt es uns nicht wie eine lange Reise, sondern wie eine lange Rueckreise vor.
4. Mit Englisch koennen wir ab sofort wieder was erreichen.
Aber nun wollt ihr sicher wissen was wir bis hierhin so erlebt haben:
Nach einer erneuten Besuch in Santiago ging es also auf die Osterinsel... ein TRAUM! Fuenf Tage zelteten wir umgeben von einem Blumenmeer und Avocado- und Bananenbaeumen im Garten von einem wirklich netten Einheimischen, mit Leib und Seele.
Hajo, unser Host, nahm uns auch sofort mal mit zu einer traditonellen Show mit Tanz und Gesang. Sehr interesant und wir haben sogar ein wenig mitgetanzt. (Mehr oder weniger freiwillig :)). So sprang fuer uns nicht nur ein kostenloser wunderschoener Abend sondern auch ein Fruchtsaft im Luxushotel und eine furchterregende Gesichtsbemalung herraus.
Der naechste Tag wurde noch besser. Nach einem leckeren Avocadofruehstueck, lud uns Hajo, der eigentlich Juan-Carlos heisst, ein mit ihm und seinen Freunden aufs Land zu fahren.
Mit dabei war auch Mo der Hund und ein riesengrosses Fischernetz, denn es ging zum Fischen.
Unsere Aufgabe wars die Fische zu "erschrecken" und ins Netz zu treiben.
Die Ausbeute war reichlich und wurde sogleich verarbeitet, dass heisst ausgenommen und entschuppt. Als besondere Delikatesse gabs dann rohe Fischinnereien...
Auf Hajos Farm bereiteten wir unseren Fang etwas bekoemmlicher auf einem grossen Holzfeuer zu und verspeissten ihn anschliessend mit Zitrone. Als Teller dienten uns dabei Bananenblaetter aus dem Garten.
Nun nahmen wir uns aber auch vor den kulturellen Aspekt der Insel kennen zu lernen. Nach einer Wanderung durch Eukalyptushaine erreichten wir einen grossen Vulkankrater, von dem wir die halbe Insel ueberblicken konnten.
Um die zahlreichen Moai, die weltbekannten Statuen, zu besuchen, mieteten wir uns einen Jeep, der uns es ermoeglichte alles an einem Tag zu sehen.
Nach dieser tollen Zeit ging es ins naehste, das teure, Paradies.
Tahiti:
So wie wir nunmal sind hatten wir kein Hotel fuer unsere Ankunftsnacht gebucht, denn wer weiss vielleicht kann man ja am Flughafen schlafen. Bei Ankunft mussten wir festellen, dass dies keine Option war. Also Plan B: Nehmen wir uns ein guenstiges Hostel.
Das guenstigste Hostel kostete dann jedoch 50 Euro und war ausgebucht. Irgendwann "erbarmte" sich dann eine andere Hostelbesitzerin, die am flughafen auf ihren Gast wartete, uns aufzunehmen. Die Nacht im Wohnzimmer des Hauses kostete uns dann knapp 55 Euro.
Nunja der naechste Morgen war wieder von einer Hostelsuche gepraegt, doch dank eines hilfreichen Touristeninfobeamten konnten wir an diesem Tag doch noch ein wenig bummeln.
nautuerlich erpropten wir auch die Traumstraende mit kristallklarem Wasser, doch dann mussten wir auch schon weiter. So dachten wir zumindest. Nachts am Flughafen angekommen, mussten wir naemlich feststellen, dass unser Flug gestrichen wurde.
Nach einigen Verhandlungen bescherte uns dieser Umstand jedoch eine Nacht im Sheraton Hotel Tahiti incl. Fruehstueck und Lunch. Und unser Flug wurde problemlos auf den naechsten Tag verschoben.
Nun sind wir in Neuseeland bei Judith und bereisen das Land per Bus. Weihnachten haben wir an einem (wenigstens fuer die Nacht einsamen) Sandstrand verbracht.
Nun gehts auf nach Sueden.
Bis dahin allen frohe Weihnachten und danke fuer eure Gruesse.
p.s. Das vielleicht etwas schwere lesen erklaert sich dadurch, dass Wanja ab und zu seine Finger im Spiel hatte ;)
Montag, 8. Dezember 2008
Das Ende Suedamerikas
Wir haben also, noch in Bolivien, eine Freundin in Tarija besucht. Das war sehr nett und es tut auch mal gut Leute zu treffen, die man schon vorher kannte. Die lange Fahrt dahin verlief, oh wunder, reibungslos. Leider hatten wir bei der Fahrt zurueck weniger Glueck... wir fanden uns ploetzlich mitten in der Nacht in einer unbekannt
Leider ist es sozusagen unmoeglich dies individuell zu machen und so buchten wir wieder Willen eine gefuehrte Tour. Die war zu teuer und nicht gerade sehr gut, aber die Natur und die Dinge, die wir gesehen haben und der Tranfer nach Chile, der inklusive war, liesen uns wieder etwas froehlicher werden.
So waren wir also in San Pedro de Atacama, am Rande der trockensten Wueste der Welt. Jaha... hier gibts nun mal viele Wuesten. Sehr komisch war, dass es in Bolivien bestimmt minus 20 Grad war und in Chile, nur eine halbe Stunde Fahrt spaeter, 50 Grad plus. Sehr toll fuer unsere Koerper.
Nachdem wir endlich ein etwas billigeres Hostel gefunden hatten (Chile ist extrem teuer im Vergleich mit den anderen Laendern, vor allem Bolivien) konnten wir unser weiteres Vorgehen planen.
In San Petro gibts viele andere Touristen und so konnte man sich gegenseitig gut helfen. Da wir nun auch ein wneig Zeitdruck hatten, machten wir uns sofort nach Santiago auf... 25Stunden und ganze 102Euro! So wird reisen teuer... aber es ist vielleicht gut, denn unsere naehsten Ziele werden nicht billiger sein.
In Santiago angekommen konnten wir leider unser eigentlich geplantes Ziel, eine Organisation, mit der wir auch in Deutschland mehr oder weniger Kontakt haben, nicht erreichen und so suchten wir wieder eine preiswerte Unterkunft. Wir gelangten, irgendwie mit Hilfe eines Taxifahrers und eines Ortskundigen, an eins. Wie sich herrausstellte war es sogar das, welches wir uns im Vorraus ausgeguckt hatten, aber angeblich nicht mehr existieren sollte.
Der Besitzer oder Leiter der Unterkunft ist echt nett und wir hatten sofort nette Gespraeche vorrauf er uns einlud mit ihm ein wenig den Lake District zu besuchen. Er ist zwar gebuertiger Nordamerikaner, lebt aber seid 15 Jahren in Santiago. Er ist also absolut ortskundig und die Verstaendigung klappt dank englisch auch mit mir. So entschieden wir uns ihn zu begleiten.
Vorher hatten wir jedoch noch ein paar Tage in Santiago, in der wir die Stadt erkundeten, Museen besuchten und mal wieder Stadtflair genossen.
Auch zur Organisation fuhren wir, die etwas auserhalb liegt. Leider konnten wir keine Kontaktperson treffen... war vielleicht alles ein wenig zu spontan. Aber wir sind ja bald wieder in Santiago, vielleicht schaffen wir es dann nochmal.
Dann waren wir noch fuer einen Tag in Valparaiso und haben dort Aydo, den wir in Cusco kennengelernt haben, getroffen und lagen ein wenig am Strand ;)
Schliesslich sind wir mit Scott, der Hostalbesitzer, seiner Freundin, einen US-Buerger (ui Buergerpasst ja :)) und einem Briten nach Puerto Montt gefahren, wo wir noch zwei Canadier trafen. Zusammen fuhren wir an Scotts "nearest place to paradise", wie er es nennt. Man sollte dazu sagen, dass wir eine Generationsuebergreifende Gruppe waren. Ronja und ich mit Anfang 20 die juengsten gefolgt von Alexis (der Brite) mit Ende 20 und Paola mit Ende 30.Danach Scott, Darcy und Warren, die alle (jetzt muss ich vorsichtig schaetzen) Ende 40 waren und der Amerikaner Tod mit sehr grob geschaetzten 60 Jahren. Dennoch war es eine, wie man so schoen sagt, homogene Truppe. (Ach ja meine Schulzeit kommt mir schon so lange her vor!)
Wir alle verstanden uns praechtig und es gab sogar politische Diskussionen!
Nachdem wir an dem Platz waren, der wirklich sehr nah ans Paradies kommt, ging es zum zweitschoensten. Es ist echt schwer die zu beschreiben... sagen wir einfach mal Menschenleere Idylle... See, Berge, wunderschoene Aussichten, Wasserfaelle.... wirklich perfekt.
Am zweiten Ort kannte Scott eine Einheimische, die uns Essen servierte und die einem anbietet sogar fuer ein paar Monate umsonst bei ihnen zu leben, wenn man auf der Farm und drumherrum ein wenig hilft... haetten wir nicht so einen engen Zeitplan, ich waere dageblieben... aber wir sind ja auch noch jung ;)
Danach trennte sich die Gruppe und wir wollten noch zu einem anderen von Scott empfohlenden Platz... leider machte uns das Wetter zum ersten Mal auf dieser Reise einen Strich durch die Rechnung, sodass wir uns in einem deutschen Auswanderungsdorf nierderliessen. Das war aber auch sehr schoen.
Schliesslich begaben wir uns wieder auf eine sehr lange Fahrt... 30 Stunden, runter nach Punta Arenas, fast ganz unten. Da es auf chilenischer Seite keine Strassen gibt, muss man durch Argentinien fahren, was die lange Fahrt noch mal durch zwei Grenzen etwas erschwert. Aber wir haben es mehr oder weniger geschafft und das mit nur knapp 6 Stunden Verspaetung.
Nun gut, wir machen ja immer das Beste aus unserer Situation und lernten auf der Fahrt gleich wieder neue Leute kennen, unter anderem eine Japanerin, die uns einen Kontakt in Tokiyo gab. So koennte es sein, dass wir da auch wieder mal Glueck haben. In Osaka haben wir ja Akiko (wie ich mich freue sie mal in Japan zu sehen!).
Wir tranken zusammen Abends ein Bier und am naehsten Morgen sofort zum Nationalpark Torres del Paine zu fahren. Der ist etwas noerdlicher und der, der auf allen Postkarten von Patagonien zu sehen ist.
Wir goennten uns keine Ruhe und liefen schon am ersten Tag zum Highlight, den Torres (Tuermen). Das geht nur Bergauf... aber irgendwie war es die einfachste Wanderung. Die folgenden Tage ging es zu anderen Taelern und auf andere Bergem, die einem einen unglaublichen Blick verschafften. Unsere Fuesse mussten einigen Schwerz aushalten und auch Schultern und meine Huefte wurden in Mitleidenschaft gezogen. Aber es war es Wert. Man kann es wieder nicht beschreiben...
So nun sind wir wieder in Punta Arenas, erkunden die Stadt und fahren heute per Schiff zu einer Pinguinkollonie. Da freue ich mich schon sehr drauf. Vielleicht schaffen wir es morgen auch noch kurz runter nach Feuerland und dann haben wir schon unseren Flug. Und schliesslich steuern wir den naehsten Kontinent an von dem wir euch auf jeden Fall auch viel berichten werden, auch wenn es manchmal ein wenig dauert.
Bis dahin macht es gut und schoene Weihnachtstage!
Donnerstag, 27. November 2008
Ein wenig Geduld bitte
wir sind nun schon in Patagonien... leider fehlt uns die Zeit hier in dieser schoenen Natur, um wirklich was zu schreiben, aber das wird kommen, sobald wir in Punta Arenas angekommen sind (Sonntag?!). Bis dahin danken wir den Leuten, die uns hierrueber verfolgen und uns mit netten E-Mails schon so manchen Tag versuesst haben!
Montag, 10. November 2008
Machu Picchu, Transportpech und Bolivien
Als allererstes sollte da unser Treck zum Machu Picchu stehen. Wir sind mit drei anderen Deutschen (Tim, Nelly und Janina), die wir in Cusco getroffen haben den weniger ueberlaufenden "Mollepata to Machu Picchu"-Treck galaufen. Der ist etwas laenger uns anstrengender als der Inka-Trail, war aber bestimmt viel besser. Wir haben den 7-Tage Treck auch dann in 5 Tagen geschafft, muessen aber zugeben, dass wir uns am Anfang und mittendrin ein wenig Hilfe von Fahrzeugen holten. Dennoch, 14/16 der Strecke liefen wir selber (obwohl einige von uns am Ende auch noch schummelten) . Es ist unsinnig jetzt hier alles zu schreiben, denn man kann es eh nicht in Worte fassen. Unbeschreibliche Natur, Erfahrungen und Erlebnisse hatten wir auf der Tour.
Erstaunlich waren die ploetzlichen Landschaftswechsel von Geroelllandschaft bishin zu Urwald inerhalb weniger Stunden. Schon am vorletzten Tag konnten wir den Machu Picchu von einer alten Inkastaette, wo wir unsere Zelte aufschlugen, sehen.
Durch diese wunderschoene Wanderung haetten wir fast das Ziel nicht gebuehrend beachtet. Leider haben wir, das durch den Treck gesparte Geld, am Machu Picchu durch ueberhoehte Transportpreise, wieder verloren. Dennoch, es war es wert (Von der Busfahrt nach Unten abgesehen!).
Leider hatten wir auf der Rueckfahrt etwas Pech... oder sagen wir ziemliches Pech. Wir freuten uns zuerst, als wir einen Alternativweg nach Cusco fanden, der uns wiederum einiges an Geld erspart hat, aber dieser Weg wurde, zumindest fuer Ronja und mich zum Horror. Denn den Grossteil der Strecke fuhren wir in Kleintransportern. Die eigentliche Kollonne loeste sich, bei einer Reifenpanne des uns vorrausfahrenden Fahrzeuges, auf. Diesem gaben wir unseren einzigen Ersatzreifen. Leider sollten wir nach 20 min selber auch eine Reifenpanne haben. So nun hatten wir aber keinen Reifen mehr. Was also tun? Warten, genau. Darauf, dass der Fahrer, der einen Ersatz holen wollte, wieder zuruekkommt. Aus den versprochenen 40min wurden ueber 3 Stunden. 3 Stunden mitten in der Pampa im Urwald, bei Gewitter und absoluter Dunkelheit. Dazu noch in einer Kurve stehend ohne rechtes Vorderrad und die herransausenden LKWs mit der Notblinkanlage warnend. Ich fand es durchaus interessant und auch Ronja kann jetzt darueber mehr oder weniger lachen, aber in dieser Situation war es einfach etwas zu viel des Guten. Aber leider war da noch nicht schluss. Als der Reifen gewechselt war, dauerte es wieder nur gut 20 min und wir hatten erneut einen Platten. Zum Glueck hatte der Fahrer gleich 2 Ersatzreifen geholt, sodass es nur zu einer kleinen Verzoegerung kam. Nun waren wir auf einer asphaltierten Strasse und wir gingen davon aus, dass uns nun nichts mehr aufhalten kann. Aber weit gefehlt. 10 min spaeter blockierte ein gewalltiger Erdrutsch die gesammte Strasse. Durch den extrem dichten Nebel, sahen wir diesen aber erst sehr spaet. Gluecklicherweise konnten wir aber durch das nebenstehende Feld den Erdrutsch umfahren. Doch uns war das Glueck nicht weiter hold und so dauerte es nicht lange, bis wir wieder standen. Wiedereinmal war die Strasse von Steinen ueberseaeht, nun aber unpassierbar. Der Regen war wie ein Wasserfall, dennoch mussten wir zu Fuss mit unseren dicken Rucksaecken die Erd-Lavine, gespickt mit einem Fluss, passieren. Auf der anderen Seite sollte ein anderer Transporter uns aufnehmen. Wir kamen dort vollkommen durchnaesst (ich trotz Regenjacke!), mit nassen Fuessen an. Nur nach einigem Hin und Her fanden wir endlich einen Platz und hofften nun, ohne Probleme, nach Cusco zu kommen. Abgesehen von dichtem Nebel, Schnee, einer mit Steinen besaehten Strasse, einem "lebensmueden" Fahrer und einer Fastkollision mit einem Zug und einem Pferd, kann man das auch so unterschreiben.
In Cusco angekommen (2Uhr Nachts statt 8Uhr Abends) wollten wir nur noch in ein Bett. Aber zur Kroenung war dann im Hostel kein Platz frei. Wir mussten erstmal ein paar andere abklappern, bis wir endlich ein Bett fanden, welches wir uns auch leisten konnten und schliefen sofort ein. Was fuer eine Nacht!
Leider sollten wir abermals mit einem Transportmittel Pech haben, als wir nach Bolivien fuhren. Abermals begleitet von Tim und Nelly wollten wir zum Titicacasee nach Copacabana. Der direkte Bus dahin fuhr uns aber nach La Paz. Zum Glueck handelten wir, nach einiger Diskussion, eine Freifahrt dorthin aus. Jedoch verloren wir so einen ganzen Tag.
Der Titicacasee war toll, wenn auch (stellenweise) etwas kalt. Wir waren am Geburtsort der Menschheit, der Sonneninsel und haben die kleine Stadt gut kennengelernt.
Auch eine mir bis dahin unbekannte Symtomatik (Brechdurchfall :P) habe ich kennengelernt... dank eines Cocktails mit rohem Ei.... naja selber Schuld.
Nun sind wir wieder in La Paz, diesesmal gewollt und werden uns bald auf eine hoffentlich reibungslose 20 Stundenfahrt nach Tarija begeben, um eine Freundin zu besuchen. Und dann muessen wir mal zusehen, wie wir nach Chile kommen!
Sonntag, 26. Oktober 2008
Der steinige Weg nach Cuzco
Andere Touristen entschieden sich zu warten und warten wahrscheinlich immer noch. Wir jedoch stuertzten uns in die ungewisse Fahrt, die gegen fuenf Uhr frueh ein jaehes Ende fand, in einer Strassensperre! Zuerst wussten wir nicht warum wir nicht weiterfahren, jedoch mussten wir schliesslich aussteigen und durch das Dorf gehen. Uns bot sich ein ungewohnter Anblick. Die Strasse war voller Steine und grosser Wurzeln und jede Menge Menschen standen dort und sorgten dafuer, dass kein Fahrzeug mehr durchkam.
Durch eine kleine Zahlung durfte unser Bus dann doch durch und wir konnten hinter dem Dorf wieder einsteigen, nachdem wir eine zweite Sperre selbstaendig raeumten.
Wir dachten damit seien wir durch, doch keine 10km spaeter standen wir wieder. Diesesmal in einer laengeren Schlange, was nichts gutes bedeuten konnte.
So war es dann auch. Eine ganze Bruecke war regelrecht belagert. Steine, Glasscherben, Wurzeln und jede Menge aufgebrachter Leute. Gut, dass wir in einem Abstand zu dem geschehen standen. Nach langem warten entschieden sich die ersten zu laufen bzw. fuer einen ueberhoehten Preis ein Taxi, mit einer ungwissen Alternativroute, zu nehmen.
Wir entschieden uns, mit einem jungen amerikanischen Paar zu warten und wenn es zu lange dauern wuerde zu laufen. Jedoch hatten wir Glueck und gerade als wir uns aufmachen wollten kamen unmengen schwer bewaffneter Polizisten, die die Sperre aufloesten. Soweit wir das beobachten konnten lief das relativ friedlich ab, auch wenn viele Menschen in die umliegenden Felder fluechteten. Es dauerte aber auch noch eine ganze Weile, bis die Sperre aus dem Weg geraeumt war.
Erst als wir durchfuhren sahen wir das Ausmass... es sah wirklich schlimm aus. Einige LKWs hatten eingeschmissende Scheiben und auf dem nachvollgenden 100km kam es immer wieder zu kleinen Stops um Steine und Geroell aus dem Weg zu raeumen.
Wir kamen schliesslich mit einer saftigen Verspaetung in Cuzco an.
Nun sind wir noch hier, haben weitere nette Leute kennengelernt, die es zum Teil noch schwieriger hatten hier hinzukommen und planen unseren Trek zur alten Inkastadt. Mal sehen wie das laeuft.
Montag, 20. Oktober 2008
Le canyon de la Colca
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Rueckfall?
Vielleicht dauert es noch ein wenig, bis wir ganz fit sind! Dann koennen wir auch wieder mehr erzaehlen! Bis dahin!
Eure
Ronja und Wanja
Sonntag, 12. Oktober 2008
Die ersten koerperlichen Schwierigkeiten ueberstanden
Ganz nach dem Motto."Hochmut kommt vor dem Fall", hat unsere kleine Gemeiheit mit dem neidischmachen, am Ende zurueckgeschlagen und uns ein paar Reiseprobleme, wie ich es jetzt mal ausdruecke, verschafft. Es erwischte uns beide und legte uns sogar 2 Tage komplett flach. Gut, dass es wir eine Terasse haben und ein Bad. So koennen wir selber fuer uns sorgen. Und wir gehen nicht Gefahr andere anzustecken.
Eigentlich schreiben wir nur um zu sagen, dass wir es nun weitesgehend ueberstanden haben und uns nun wieder dem eigentlichem Ziel witmen, naemlich Reisen. Ja der Weg ist doch das Ziel und wir haben noch sehr viel Weg vor uns.
Oder es im Sinne des Weltensammlers zu sagen, den wie die letzten Tage intensiv gehoert haben: Es koennen sich die Gluecklich schaetzen, die noch einen langen Weg vor sich haben!
Montag, 6. Oktober 2008
Ja, wir leben noch!
Samstag, 27. September 2008
Freitag, 26. September 2008
Baños
Das wars dann aber auch erstamal mit den Gemeinsamkeiten. In den letzten beiden Tagen haben wir die hiessige Umgebung erkundet.
Gestern sind wir mit dem Quad Richtung Urwald gefahren, vorbei an gigantischen Wasserfaellen. Die Natur hier ist atemberaubend und aendert sich mit jedem Hoehenmeter. Man findet Orchiden, Lilien genauso wie Bambus, eine Art Eukalyptus, oder Bergkraeuter.
Was sicherlich besonders Marie und Jana gefreut haette, ist die Vielfalt der heimischen Bromelienarten ;)
Heute sind wir dann mal ein bisschen getreckt. Hinauf auf einen grossen Berg, der genau gegenueber eines 5800m hohen aktiven Vulkans liegt. Die ersten zweieinhalb Stunden gings nur bergauf. Oben angekommen, haben uns nette Einheimische mit frischem Quellwasser vorm verdursten gerettet.
Runter gings dann auf den kleinen Trampelpfaden der Bauern. Die ganze Sache war zwar etwas rutschig, dafuer aber sehr schoen.
Wir haben es dann noch so grade zur Daemmerung in unser Hostal geschafft und goennen uns jetzt eine warme Mahlzeit sowie ein Bad in den heissen Quellen.
Montag, 22. September 2008
Wie waren unsere Plaene?
Surfen war nicht in unserem Buget, jedoch waren wir einmal in den wirklich hohen Wellen schwimmen. Was uns am Besten gefallen hat war die Kleinigkeit, dass die Besitzer saemtlicher Geschaefte und Resaurants, entweder ihre Produkte nach der Bestellung erst einkaufen gingen, oder wenn wir bezahlt haben, erstmal die ganze Strasse rumterliefen nach einer Person suchend ,die ihm das Geld wechseln koenne.
Weniger toll waren dagegen die Mosquitos....und die vielen Drogenopfer, die vor allem in der Nacht in der ganzen Stadt bzw. im ganzen Dorf herrumschwirrten.
Nach ein paar warmen Tagen wollten wir dann eigentlich sofort zum Trecken in die Berge, jedoch hat es uns aus verkehrstechnischen Gruenden zurueck nach Guayaquil und von da aus nach Quito verschlagen. So haben wir den ganzen Tag und die halbe Nacht im Bus verbracht, waehrend die Reisfelder und Bananenplantagen an uns vorbeizogen. Waehre der Bus nicht relativ kompfortabel und die Schilder alle auf spanisch gewesen, haette ich schwoeren koennen in Indien zu sein. Es ist echt erstaunlich wie sehr sich vor allem die laendlichen Gegenden aehneln.
Als wir schliesslich um 3 Uhr in Quito ankamen, fuhren wir schnell per Taxi in ein Hotel in die Altstadt, um dann am Morgen darauf die Stadt zuerkunden und uns in gefaehrlichen Stadtvierteln herumzutreiben. Doch dank einheimischer Hinweise haben wir uns dann in den von Polizisten ueberlaufenen Teil der Stadt gerettet. Der Tag endete mit einem echt guten Jazzkonzert und einem neuen Hostel mitten in der Stadt.
Mit Verpflegung eingedeckt (Nudeln und Schokolade) machten wir uns endlich auf zum Cotopaxi. Irgendwie sind wir dann in einer Stadt ca 20km entfernt vom Eingang des Nationalparkes gelandet und Opfer eines durchaus sehr netten Taxifahrers geworden.
Nach ruckeliger Fahrt im Regen (Slicks haben mehr Profil als die an dem Wagen) sind wir dann um 40 Dollar aermer vorm Eingang abgesetzt worden. Natuerlich kann uns sowas nicht erschuettern, sodass wir im sexy Regendress den Aufstieg begannen. Der duennen Luft auf 3200m hoehe und dem schlechten Wetter zum Trotz, liefen wir in Richtung dieses 5890m hohem Ungetuehms.
Leider, leider sind uns dann nach etwa 2km zwei junge "Einheimische" begegnet, die uns kurzerhand auf der Ladeflaeche ihres Pickups mitgenommen haben. So schafften wir unser Tagesziel innerhalb weniger Minuten. Gracias a Dios sprachen Linda und Carlos perfekt Englisch.
Wir konnten uns auch sofort erkenntlich zeigen indem wir ihr marodes Zelt zusammen zimmerten und mit unseren Rucksackbeuteln wasserdicht machten. Nach einem Ausflug zu einer wunderschoenen Lagune gab es dann auch den ersten gemeinsamen Tee, liebevoll zubereitet auf unserem Kocher (Und das ohne die umligende Gegend abzufackeln). Nach einem Becherchen Weisswein ging es auch schon ins Bett...ehm Zelt, in welchen wir uns sehr schnell in unsere Schlafsaecke verzogen, da die Temperatur auf inzwischen 4000m, mit Untergang der Sonne extrem abfiel. In der Nacht war es schliesslich nur noch um die Null, gefuehlte Minus 10 Grad.
Der Morgen war auch nicht waermer, der Blick auf den Cotopaxi jedoch umso atemberaubender. Als sich alle aus dem "Bett" gequaelt hatten, die Zelte abgebrochen waren und der Tee die kalten Finger erwaermt hatte, fuhren wir rauf ueber die Schneefallgrenze, wo wir den Vulkan in seiner vollen, weissen Pracht bestaunten. Eine wirkliche Wanderung war das fuer uns natuerlich nicht, aber mit den um die 20kilo wiegenden Rucksaecken, kaum aklimatisiert, waere es uns warscheinlich nie gelungen dort hinauf zu steigen.
Dank Carlos und Linda konnten wir uns auch nochmals eine teure Taxifahrt sparen, die wir uns auch beim besten Willen nicht haetten leisten koennen. Nach einem kurzem kulinarischen Abstecher nach Latacunga ging es fuer uns also auf der Ladeflaeche zurueck in die sicherere Neustadt Quitos, wo wir uns zur Zeit auch noch befinden. Da es uns hier so gut gefaellt haben wir Baños nochmals um einen Tag nach hinten verschoben und wird uebermorgen in Angriff genommen. Mal sehen was uns auf dem Weg dorthin und dort alles erwartet.
Montag, 15. September 2008
Von der costa zur sierra
Esrtmal gehts an den Strand nach Montañita, wo wir die vielleicht besten Surfspots des Landes kennenlernen werden. Nach ein paar Tagen brutzeln am Strand kommt dann hoffentlich auch meine Braeune auf Fordermann, sodass ich mich nicht mehr ganz so stark von der Umgebung abhebe ;)
Von da aus gehts dann erstmal in die Berge. Geplant sind fuer den Anfang ein paar kleinere Wanderungen am Latacunga Loop, einer Gegend voller kleiner Doerfchen der indigenen Bevoelkerung. Vielleicht sehen wir ja auch ein paarfarbenpaechtige Markte.
Danach wollen wir zum Cotopaxi, dem groessten aktiven Vulkan der Welt, der von einem Nationalpark umgeben ist.
Naechste Station ist das Oertchen Baños. Die spanischsprachigen unter euch wissen jetzt auch schon was die Hauptattraktion dieser kleinen Stadt ist. Richtig seine Baeder!!Hier gibts naemlichviele heisse Quellen und nicht weit davon finden sich zahlreiche Wasserfaelle in tropischer Umgebung.
Weiter gehts mit dem Bus nach Riobamba von von dort mitdem Zug zur Teufelsnase.
Letzte Station unserer jetzigen Planung ist Cuenca, eine schon etwas starker bevoelkerte Stadt, von ders dann weiter in den Sueden geht.
Soweit so gut.mal sehen was uns dort alles erwartet.
Samstag, 13. September 2008
Ecuador
Wir planen gerade unsere Tour hier und werden uns gleich in die Stadt begeben. Wie es mit Internet in Zukunft aussieht, werden wir sehen. Jedoch denke ich, dass wir uns nicht mehr so oft, dafuer aber etwas laenger melden werden.
Wir hoffen euch geht es auch allen gut und ihr habt auch schoene Erfahrungen in eurem Altag.
Donnerstag, 11. September 2008
Erlebnisse
Montag, 8. September 2008
USA
Samstag, 6. September 2008
Kurzes Lebenszeichen
wir wollten uns nur kurz aus Boston melden. Wir sind gut angekommen, das Wetter ist toll und wir haben schon viel gesehen und erlebt. Leider haben wir kaum Zeit bzw. moeglichkeiten ins Internet zu gehen, deshalb melden wir uns nur um zu zeigen, dass es uns noch gibt :)
Wir werden aber schon bald etwas mehr von uns hoeren. Wir wuenschen euch noch eine schoene Nacht!
Ronja und Wanja
Sonntag, 31. August 2008
DANKE!
Wir werden uns bald wieder sehen!
Sonntag, 24. August 2008
Die letzte Woche
Die letzte Woche wird jedoch nochmals stressig. Die Termine sind aber meist von positiveren Sinne. Zwei mal muss ich noch nach Rupperath, was dann dort auch meinen Abschied bedeutet. Spülen muss ich warscheinlich auch noch zwei mal, auch wenn ich gern heute mein letztes Mal haben möchte, ich muss mal gucken, ob ich das klären kann, sodass ich wenigsten noch ein wenig mehr Zeit hab.
Am Dienstag habe ich einen Tag nur für Ronja und mich geplant. Zwar haben wir auf der Reise genug Zeit zu Zweit, aber ein schöner Tag noch in Good All Germany ist bestimmt noch gut.
Leider sieht es mit den finanzen schon etwas schlechter aus als geplant, aber das wird uns von der Reise jetzt auch nicht mehr abhalten. Dennoch drückt es ein wenig auf die Stimmung... gut das ich kaum Zeit habe darüber nachzudenken ;)
Samstag, 9. August 2008
Es wird ernster
Aber es macht Spaß zu sehen wie nah die Reise nun rückt. Es war bis jetzt immer ein kleiner Traum in weiter Ferne, in 21 Tagen wird er wahr.
Nun wird noch eine Woche in der Firma gearbeitet, zwei Wochen gespült und meine letzte Nacht in Deutschland verbringe ich in Rupperath. Und irgendwie freu ich mich darauf, denn diese Tätigkeit hat mich nun 2 1/2 Jahre begleitet und ich werde die Menschen dort ja auch auf eine Art vermissen.
Ich habe nun soweit alles gekauft, was ich glaube zu brauchen. Nun wird es aber nochmal schwer alle Dinge drumherum so zu erledigen. Ich werde mir gleich eine to-do Liste erstellen, die ich hoffentlich bis zum ersten September abhaken kann.
Ich werde euch auf dem laufenden halten.
Freitag, 1. August 2008
Arbeit, Arbeit!
So nun ist ja schon wieder eine lange Zeit vergangen seid ich mich hier gemeldet habe, doch jetzt möchte ich euch ein wenig von meiner/unserer letzten Wochen erzählen:
Ich werde mich kurz halten, ist ja eh meist das selbe Lied: Arbeiten bis zum Umfallen.
Beginnen wir mit Sonoco, also eigentlich der Zeitarbeitsfirma. Wir sind ja bei Sonoco über „Fulltime Personal Service“ angestellt. Zeitarbeit ist bestimmt einigen von euch auch schon bekannt, aber ich hätte es mir nie so vorgestellt.
Eigentlich kann die Firma mit dir tun und lassen was sie will. Wir wurden allein diese Woche zwei mal angerufen und sozusagen auf Bereitschaft gesetzt. Das bedeutet du weißt nicht ob du arbeiten musst oder nicht, bis die Firma nochmals anruft, was oft erst kurz vor Arbeitsbeginn ist.
Außerdem können sie die jederzeit absagen. Unsere Firma macht das zum Glück telefonisch, aber Leute der anderen Firmen bekommen zum Teil erst in Euskirchen wenige Minuten vor Schichtbeginn die Nachricht, dass die frei haben.
Geld gibt’s natürlich nur für wirklich gearbeitet Stunden. Wenn sie dich eine Woche lang nach Hause schicken, verdienst du einfach nichts. Bez. Urlaub gibt’s nur noch 40 Tagen durchgängiger Arbeit. Wenn du also am 39. Tag nach Hause geschickt wirst, musst du wieder 40 Tage warten.
Einzig positiv ist, dass Überstunden bezahlt werden und es einen Wochenendzuschlag gibt. Kombinierbar sind diese Bezüge jedoch nicht.
So arbeiten wir zwischen 8 bis 10 Stunden täglich dort und hoffen darauf, dass auch schön alles bezahlt wird, denn Geld gibt’s immer erst einen halben Monat später.
Rupperath macht mir immer noch am meisten Spaß. Die Leute sind nett, ich kann mich gut unterhalten und noch mehr lernen. So war es auch nicht so schlimm in meinen Geburtstag dort zu arbeiten. Vor allem, weil ich auch noch tollen Besuch bekommen habe. Das wäre beim anderen Job auch nicht denkbar. Es viel mir schon sehr schwer dort zu kündigen, was ich ja jetzt machen musste, um auf Reisen zu gehen.
Spülen bringt mir das meiste Geld und das auch mit einem nicht zu schwerem Job. Und so kann ich, wenn ich mal reich werden sollte sagen, dass ich mich vom Tellerwäscher hochgearbeitet habe ;)
So sieht es mit meinem Teil der Finanzierung doch nicht ganz so düster aus, wie ich zuerst dachte, was die Vorbereitung natürlich zusätzlich versüßt.
Zur Reise kann ich nur noch einen eventuellen Zwischenstop in Israel hinzuzufügen.
Donnerstag, 31. Juli 2008
Gebucht
Mehr oder minder offiziel nennt sich das ganze RTW-Ticket (Round The World) und ist ein spezielles Angebot von großen Alliances. Zu festgelegten Tarifen kann man dabei innerhalb eines Jahres Jahres die Welt umrunden.
Im guten alten Bad Münstereifel wird dieser Begriff wohl frühestens in 50 Jahren im offizielen Angebot der Resiebüros auftauchen...
Der Preis berechnet sich, neben Kosten für Flughafengbühren und Steuern, nach Anzahl der bereisten Kontinente oder nach der Flugstrecke. Wir haben uns für letztere Variante entschieden.
So konnten wir Freitagabend nicht nur als glückliche Besitzer eines Hokus-Pokus Rucksackes, sondern auch zweier Flugtickets ins Bett fallen und von der Reise träumen.
Naja fast. Bezahlt werden mussten die Teile natürlich schon noch.
Unsere Flugroute sieht nun wie folgt aus:
Düsseldorf-London*-New York-Miami*-
Guayaquil-Punta Arenas-Santiago de Chile-EasterIslands-
Papeete-Auckland--Sydney-
Tokyo-Honkong*-Chennai-Delhi-
Helsinki*-Düsseldorf
*Zwischenstopps
edited by Wanja
Montag, 21. Juli 2008
Das erste Opfer
Meine Toilette!
Nach heftigen Bauchkrämpfen Wanjas in der Nacht wurde das Attentat um 8.53 Uhr Ortszeit verübt und das sonst schaumolweiße Keramikbecken mit einem ätzendem Gemisch aus Magensäften und Halbverdautem attakiert.
Weitere Anschläge folgten.
Doch dank Großmutters Hausrezepten für verstimmte Mägen, Tees und Wärmflasche, ging es Wanja bald zumindest ein bisschen besser.
Dies ist vielleicht ein erster, im wahrsten Sinne des Wortes, bitterer Vorgeschmack ;) auf das da Kommende
und erinnert mich daran, dass wir bald mal eine Reiseapotheke zusammenstellen müssen.
Überhaupt, es gibt noch soviel zu tun und zu planen, doch leider hält uns das Arbeiten doch immens davon ab. Auch wenn die Häcken auf unserer, im Internet entdeckten, Checkliste für Weltreisende immer mehr werden, viele Punkte sind noch offen.
Etwa fehlt da ebenso noch ein warmes Fleece für Wanja wie das Abschiedsessen mit der Familie.
Aber ab dem 15.08. haben wir wieder etwas mehr Zeit, sodass alle Vorkehrungen zum Aufbruch sowie zum Abschied getroffen werden können.
Donnerstag, 17. Juli 2008
Mein Leben für Sonoco
Es hat sich nun schon so ergeben, dass ich mein Leben nach der Arbeit richte und nicht umgekehrt. Das ist bestimmt eine gute, wenn auch relativ neue Erfahrung für mich. Natürlich musste ich es auch mal wieder übertreiben. Es kam soweit, dass ich sogar in einem Feld neben der Firma übernachtet habe, damit ich pünktlich bei meinen Schichten bin.
Aber fange ich mal am Anfang an. Da wir, also die Belegschaft, einige Projekte hinterherhinken, müssen einige von uns 10 Stunden Schichten machen. Natürlich bin ich sofort einer von diesen gewesen, was mich aber eigentlich nicht störte, da ich so mehr Geld verdiene.
Leider wusste ich am Montag davon nichts und kam zu meinen „normalen“ Zeiten. Das waren zwei Stunden zu früh. Also hatte ich zu Wochenbeginn gleich mal eine 12 Stundenschicht von 14-2 Uhr. Da ich Am Dienstag Abend jedoch in Ruperrath eingeteilt war, hatte ich gebeten, bei Sonoco am Dienstag die Frühschicht zu bekommen. So war es dann auch. Die beginnt um sechs. Wer jetzt aufgepasst hat, merkt, dass ich in der Nacht von Montag auf Dienstag also nur 4 Stunden zwischen meinen Schichten hatte. Da ich wenigstens diese schlafen wollte, entschied ich mich, mich einfach neben an auf eine Pappe ins Feld zu legen.
Die Nacht war sehr kalt und mein Plan zu schlafen ging nicht wirklich auf. Die Frühschicht ging dennoch relativ gut und schnell vorbei. So hatte ich in 24 Stunden 20 Stunden dort gearbeitet und 4 Stunden neben an im Feld übenachtet. Wenn das nicht mal im Sinne des Arbeitgeber ist, viel mehr kann man doch für eine Firma nicht machen ;)
Nach der Schicht bin ich mit dem Bus und Zug nach Ruperrath und hatte dort Nachtdienst. Ganz ohne Schlaf habe ich diesen Dienst aber nicht geschafft. Zum Glück war es eine ruhige Nacht. Als ich am Mittwoch abgeholt wurde war ich ziemlich fertig.
Dennoch musste ich wieder um 16 Uhr zur Firma und arbeitete, dieses mal auch mit Ronja, die 10-Stundenschicht. Und jetzt bin ich hier für ein/zwei Stunden zu hause und muss gleich wieder bis in die Nacht arbeiten.
Der Vorteil daran ist die bessere Bezahlung. Zumindest hoffen wir, dass Überstunden und Nachtschichten besser bezahlt werden. Bei denen kann man nie wissen, denn uns wurden auch einfach so die ersten 4 Stunden nicht angerechnet und auch nicht bezahlt. Jedoch ist da für mich das letzte Wort noch nicht gesprochen.
Samstag, 12. Juli 2008
Malochen für den Traum
Ronja und ich sind beide Vollzeit bei einer Zeitarbeitsfirma angemeldet und arbeiten seit 2 Wochen bei Sonoco Deutschland in Euskirchen. Eine Freundin von uns arbeitet dort auch, so fahren wir, umweltbewusst wie wir sind, in einer Fahrgemeinschaft.
Der Job dort ist hart, sehr monoton und sehr sehr langweilig. Er ist scheisse bezahlt und die Arbeitszeiten sind schlecht. Aber was macht man nicht alles für Geld!
Zusätzlich arbeitet Ronja Sonntags noch in einem Cafe in Bad Münstereifel.
Ich bin immernoch in Ruperrath angestellt und spüle am Wochenende in einem Restaurant/Hotel in der Innenstadt.
So kommen schon einige Wochenstunden zusammen, was an der Energie von uns beiden zerrt. Aber mit dem Ziel in Gedanken gehts doch und es wird sich ja hoffentlich alles lohnen.
Auf jeden Fall wissen wir beide nun, warum wir Abi gemacht haben!
Dienstag, 1. Juli 2008
Die Pläne sind gemacht, nun wird Geld verdient
Hier kann jeder, den es interessiert, einige Infos und Erfahrungen zu unserer Reise um die Welt erfahren.
Unsere Route ist geplant wie folgt:
1.Deutschland - USA (New York und Boston)
Wir wollen uns New York angucken, ein paar Freunde von uns besuchen und uns auf die neue Situation einstellen. Warscheinlich werden es aber nur zwei Wochen in den USA sein.
2.USA - Südamerika
Nach den USA gehts nach Südamerika, eines der zwei Hauptziele unserer Reise. Wir werden in Eqaudor landen und uns dann südwärts auf dem Landweg weiterbewegen.
Geplant sind die weiteren Ziele Peru und Chile. Für diesen Abschnitt, der warscheinlich in Santiago enden wird, sind drei Monate eingeplant.
3. Südamerika-Osterinseln-Tahiti-Neuseeland
Aus Santiago soll es über die Osterinseln und Papete nach Neuseeland gehen. Ob dies klappt kommt auf die Verfügbarkeit der Flüge an. Ich würde jedoch sehr gerne diesen Abschnitt dabeihaben. Es wäre sicher ein kleines Highlight für mich.
4.Neuseeland-Australien
Natrlich geht es, wenn man schon dort unten ist, auch nach Australien. Wir haben uns aber zu Gunsten von Südamerika, Neuseeland und Indien, für einen kurzen Aufenthalt in Australien entschieden, ähnlich den der USA. Warscheinlich werden wir außer Sydney nichts sehen.
5.Autralien - Japan
Auch wenn es warscheinlich sehr teuer sein wird, haben wir uns entschieden nach Japan zu fliegen und dort etwas Zeit zu verbringen. Wir werden dort auch Akiko besuchen, welche ja schon oft hier war, aber es noch keiner von uns geschafft hat sie zu besuchen. Das wollen wir ändern. Darauf freue ich mich auch schon sehr.
6. Japan - Indien
Aus Japan geht es ins letzte fest eingeplante Land, Indien. Natürlich haben wir auch dort ungefähr drei Monate eingeplant, da ich Ronja hier besonnders viel zeigen will.
Ich bin jedoch sehr gespannt, ob es noch genauso ist wie vor 4 1/2 Jahren. Indien ist mein persönliches Highlight und ich kann es kaum erwarten meine alten Freunde dort wiederzusehen und meine Erinnerungen an damals aufzufrischen.
Soweit der Plan. Ob alles genau so enden wird ist natürlich nicht 100% klar, aber ich bin mir sicher, dass es eine unvergessliche Reise und Erlebnis wird.
