Mittwoch, 13. Mai 2009

Israel = Grenzschwierigkeiten

Ich sitze gerade in Delhi und warte auf meinen Zug nach Nagpur.... warum ich dann im Internet sitze? Weil ich hier billiger sein kann als im Hotel, die fuer die 5 Stunden noch einen ganzen Tag berechnen wollten... manchmal geht mir Indien echt auf den Sack!

Aber zuerst zu den restlichen Eindruecken von Israel:

Ich bin also zum toten Meer, das war sehr interessant.... nur haette mir mal jemand sagen koennen, dass der Grund und alles drumherrum auch aus Salz besteht und sehr, milde gesagt, unangenehm zu begehen ist... Ich war natuerlich mit nackten Fuessen und habe mir einige Schnittwunden geholt, aber die werden ja sofort desinfiziert ;)
Da ich ausversehen in einem Spa-Bereich gelandet bin, haette ich eigentlich zahlen muessen, aber ich habe mich an der Absperrung vorbeigeschmuggelt....leider merkte ich spaeter, dass ich keine Dusche habe... mein Plan, das Salz am Koerper trocknen zu lassen und dann abzureiben, ging auch nicht ganz auf... war etwas bloed. Aber ich habe mich nochmals in den Spa geschmuggelt und die Duschen genutzt was auch bitter noetig war.
Aber das schwimmen ist echt ne Erfahrung... man hat Muehe seine Beine und Arme unter Wasser zu halten und es fuehlt sich ein wenig Oelig an...waere es noch ein wenig waermer, koennte man meinen, man schwimmt im Frittenfett....

Naja... ich habe dann noch mit zwei Leuten von ASF ein Jazz KOnzert gesehen und bin wieder nach Tel Aviv.
Dort traf ich dann wieder eine aus der Haifa WG und mit ihr und Joern ging es zum Konzert von Zeev Tene. Joen beschrieb es als Dirty Blues.... das hat es ganz gut getroffen... Ich fand es auf jeden Fall sehr gut. Das restliche Wochenende war ich schliesslich noch in der Heinrich Boell Stifftung und habe viele Leute getroffen (bei leckerem Fruehstueck auf der Terrasse).

Schliesslich musste ich aber Israel verlassen...und das ist schwerer als reinzukommen. Es war ja schon komisch, vier fuenf mal ausgefragt zu werden, wenn man das Land betreten will, aber es zu verlassen war der reinste Kontrollwahn!
Es fing an, mit einer Passkontrolle in der Warteschlange zum Check-In. Dort gab es Probleme, da ich einen Stempel von Jordanien (weil ich sehr lange Transit hatte, wurde ich in ein Hotel verfrachtet (s.U)) und ein Hakenkreuz (Ausreisestempel Nepal) in meinem Pass habe, was bei den Kontrolleuren zu fast Panik fuerhte... Ich bekam einen dicken Aufkleber auf die Reuckseite vom Pass, auf dem die drei! Frauen, die mich Kontrolierten 4 Symbole ankreuzten... das hat die Kontrollen danach sehr beeinflusst.
Zuerst wurde mein Gepaeck durchleuchtet... es waren deutsche Roentgenmaschienen, was ich daran sah, dass dick und Fett draufstand: Nicht fuer Datentraeger aller Art geeignet!
Aber ich hatte echt viel Ueberzeugungsarbeit zu leisten, bis meine Externe Festplatte und Kamera mit einem speziellen Karton (fuer Laptops) durchgeschickt wurden. Naja... danach musste ich erstmal alles ausraeumen, was ich hatte.... (Rausgepickt nach dem Zufallsprinziep wie man mir sagte.... aber vorher schoen auf den Sticker an meinem Pass gucken... ). Das dauerte Ewig und ich lockerte die Situation ein wenig auf, in dem ich mit der Kontrolleurin sprach, waerend wir uns durch meine Unterhosen und Socken wuehlten. Sie nahm das aber auch alles mit Humor (Thats Israel!).
Danach konnte ich das Gepaeck aufgeben, so dachte ich.. aber nein.. zuerst fehlte da noch was von der Security.. also wieder zureuck, wieder ein Sticker holen und wieder hin. Dann waren aus den vorher 20kilo ploetzlich 21,5kilo geworden (ich wusste gar nicht, dass ein Sticker so schwer sein kann... muss am Kleber liegen...), sodass mein Gepaeck nachgewogen werden musste... aber nciht nebenan.. sondern ganz woanders..... also bin ich mit dem Gepaeck auf der Schulter (den Rucksack pack ich in eine Huelle, was leider den Tragekomfort etwas schmaehlert...) zum Nachwiegen... und oh Wunder, 20,5 kilo. Jetzt freute ich mich schon, da hiess es ploetzlich, ich haette Sperrgepaeck! Also hin zum Sperrgepaeckcenter... dort wurde ich von dem Beamten erst zu Sau gemacht, es sei kein Sperrgut, als ich ihm aber erklaerte, war er nett und hat es persoenlich zum Flugzeug gefahren...Damit waere mein eines Gepaeck schonmal weg... aber leider hat man ja auch noch was in den Taschen und noch Handgepaeck... dieses wurde noch insgesammt 5mal durchsucht... und zwar bis aufs Mark... jede kleinste Speicherkarte wurde dabei unter die Lupe genommen....
Ich war extra extrem frueh da, aber dennoch wurde es sehr knapp fuer mich.... naja...
Und nun bin ich halt wieder in Indien.. die letzten Tage habe ich hier einiges Erledigt... und nun warte ich eben auf den Zug in mein geliebtes Nagpur....
Wenn ich wieder da bin, werde ich neues erzaehlen... und hoffentlich nur positives! Alles liebe!

Mittwoch, 6. Mai 2009

Wieder zu Hause

Nun ist es schon wieder ein einhalb Wochen her, dass ich mich in Delhi (wegen eines verschobenen Fluges, zwei Tage später als eigentlich geplant) in den Flieger Richtung Heimat gesetzt habe. Nach einem kleinen Zwischenstopp in Helsinki, bin ich dann am Freitagabend sicher in Düsseldorf gelandet um dort herzlich von Mama, Papa, und Frérot empfangen zu werden.
Bei dem kleinen Besuch bei meinen kölner Verwanten erwartete mich dann nicht nur ein leckeres Festmahl sondern auch der größte Willkommensluftballon der Welt.
Nach einer Nacht im unfassbar weichen deutschen Bett bekam ich noch mehr Überraschungungen und viele Besuche von lieben Freunden.
Jetzt kehrt langsam der Alltag wieder ein und man findet Zeit sich über die Stille, den geregelten Verkehr und die saubere Luft in Deutschland zu wundern. Doch wenn man auf die Straße tritt vermisst man ein wenig das bunte Chaos Indiens, sowie die Unbeschwertheit in den Gesichtern. In Bad Münstereifel ist jedoch fast alles beim Alten: es ist kaum möglich die Stadt zu betreten ohne altbekannte Menschen zu sehen und das ist auch gut so.

Was bleibt im Nachhinein von einer achtmonatigen Reise um die Welt, die viel zu schnell vergangen ist? Viele tausend Fotos und noch mehr Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse, die alle aufgearbeitet werden wollen. Eine Dankbarkeit den Menschen, die uns mit soviel Gastfreundschaft empfangen und verwöhnt haben. Und ein neuer Blick auf die kleinen und großen Dinge im Leben.

Nochmals Dank an alle, die diese Reise ermöglicht und unterstützt haben und natürlich besonderen Dank an meinen Helfer, Beschützer, Rucksackträger, Pfleger, Kämpfer für die Gerechtigkeit oder einfach Allesorganisierer ;)

Ronja

Dienstag, 5. Mai 2009

Die Reise geht weiter!

Hallo, so nun probiere ich es mal, per Mail einen Post zu machen, mal sehen ob das klappt.
Nun, es ist eine Weile her, seid wir uns gemeldet haben und inzwischen ist die Ronja auch schon wieder gut behütet zu Hause angekommen. Ich bin gerade in Jerusalem und habe soeben meine Tour durch die Altstadt beendet. Aber dazu spaeter.
Zuerst sind Ronja und ich noch ein wenig in Indien gewesen. Nach sehr heissen Tagen in Nagpur sind wir in die Berge geflohen. Zuerst jedoch ins feuchte Kalkutta. Von dort ging es dann erst nach Sunali und von dort mit einem Jeep ins kalte Darjeeling. Dort hatten wir es kalt und auch ein wenig regnerisch, was wir aber eher positiv fanden. Auserdem gibts da ja waermende Momos, die toll sind! Von wieder nach Sunauli und zur nepalesischen Grenze. Von dort wollten wir mit einem Bus bis nach Kathmandu fahren... leider hatten wir ein paar schwierigkeiten.. Da eine Strasse wegen Riots gesperrt war, mussten wir auf eine andere ausweichen, die aber ueber einen Fluss fuehrte, die nur eine Faehrenkonstruktion bediente.... leider nur bis Sonnenuntergang.. und so kam es, dass wir nicht mehr rueber konnten (mit vielen anderen Bussen) und eine NAcht auf der Strasse bzw auf dem Busdach verbrachten. Sehr interessant, aber nicht unbedingt empfehlenswert, wenn dort Chilisaecke und Kokusnuesse liegen..auserdem war es kalt.
Am naehsten Abend schafften wir es, gerade so eine der letzten Faehrfahrten zu bekommen und konnten unsere Fahrt nach Kathmandu fortsetzen.

In der Hauptstadt Nepals verbrachten wir einige interessante Tage und konnten auch eine budistische Nonne treffen, die ich mal bei einem Konzert in Bad Muenstereifel uebersetzt habe. Die von ihr ins Leben gerufenden Projekte haben wir dann uns auch angeguckt. Leider haben wir dadurch unseren Bus nach Indien verpasst, aber es gibt zum Glueck dauernt einen.
Nach den Bergen ging es ins beschauliche Varanassi, welches eines der krassesten Staedte in Indien ist.. die Stadt der Toten... hier fliesst der Ganges hindurch und es werden unermuedlich Leichen verbrannt... Man muss sich drauf einlassen... ein der schoensten Dinge die man machen kann, ist die Stadt morgens vom Wasser aus aufwachen sehen...
Schliesslich sind wir nach Delhi, wo wir vor allem von der U-Bahn beeindruckt waren... ansonsten ist Delhi nicht unbedingt so toll.. zu voll, zu touristisch und nicht wirklich interessant meiner Meinung nach. Aber ich habe auch dort einen alten Freund wiedergetroffen, der mir meine Berufslaufbahn entscheiden erleichtern will.
Danach wurde es ernst, denn Ronja und ich gingen nach 7 Monaten zum ersten Mal wieder getrennte Wege. Sie nach good old Germany und ich nach Israel um meine Patentante und ihren Mann zu besuchen.
Hier bin ich nun... tel Aviv habe ich schon sehr gut kennengelernt. Im See Genezaret bin ich auch schon geschwommen und wie gesagt die Altstadt jerusalems ist auch schon entdeckt.
Morgen nehme ich das tote Meer in Angriff! Und dann gehts fuer mich wieder nach Indien.. aber von dort werde ich dann wieder schreiben!
Alles liebe euch... und man sieht sich schon wieder viel zu bald!
Wanja

Mittwoch, 1. April 2009

Hitze!

नमस्ते,
Nun sind wir schon einige zeit in Indien und auch schon in Nagpur. Ich bin wieder etwas normaler geworden, aber es ist unglaublich in eine Stadt zu kommen, die man schon kennt. Meine alte Wohnung zu sehen hat mich dann sogar zum weinen gebracht.
Nachdem wir einige Zeit bei meinem vorherrigen Councellor verbracht haben (als ausgleich fuer seine uncompetenz als dieser) sind wir nun seid einiger Zeit in meiner alten Gastfamilie, die umgezogen ist. So fehlt ein wenig die Umgebung, aber die Leute sind noch soweit gleich! Gunjan, mein Gastbruder, ist gross geworden. Amrita spriht mit uns deutsch und Dadigi (OMA) redet immernoch so gern mit mir wie vor 5 Jahren. Dennoch fuehle ich mich irgendwie wohler als damals...
Es ist schwer nun was erzaehlen... Ich habe Ronja damals immer gesagt:" Indien kann man nicht erklaeren, sondern muss man erleben." Sie hat diesem vor kurzem zugestimmt.
Wir koennen soweit sagen es geht uns gut, auch wenn es hier extrem heiss ist. Ronja kraenkelt zwar etwas, aber scheint soweit wieder fit zu sein.
Wir werden gut durchgefuettert... und ich sehe viele alte Bekannte wieder. Irgendwie wie damals... nur ohne Ladybird (mein damaliges Fahrrad!).
Wir fliehen bald in den kaelteren Norden. Und dann steht bald schon dir Trennung auf dem Programm.....
वनजा + रोंज

Donnerstag, 19. März 2009

Home!

Ich bin wieder hier... in meinem Revier, war nie wirklich weg, hab mich nur versteckt!
Es tut gut, auch wenn sich schon etwas veraendert hat. Wir waren heute bei meinem alten Haus und ich war 5 Jahre zurueckversetzt... es war unbeschreiblich... ich freue mich auf die naehsten Tage und ein paar sehr alte Freunde wiederzusehen..... Ich berichte danach... jetzt bin ich einfach noch zu ueberlwaeltigt!

Sonntag, 1. März 2009

Local Moshpit

Nun wird es mal wieder Zeit einen kleinen Zwischenbericht aus der Ferne zu schreiben. Nachdem wir schoen entspannt vom Hausboot nach Cochin gefahren sind, wo wir koloniales Flair schnuppern und einen netten Priester besuchen konnten, flohen wir vor der Hitze in die Berge. Unser Ziel war die beruehmte Hillstation Ooty. Dort war es wirklich so kalt, dass wir unsere dicken Sachen wieder rauskramen mussten. Aber das tat uns beiden eigentlich auch mal sehr gut. Nach ein paar Tagen dort oben ging es wieder etwas in die Ebene nach Mysoore, wo Ronja einiges indisches erleben konnte. Zuerst lernte sie die Hohe Kunst des Backshisch (Schmiergeld) welches uns in den Palast fuer 120Rs anstatt 400Rs brachte. Desweiteren hat sie zum ersten Mal die indischen Hijras (das sogenannte dritte Geschlecht) bei ihrer "arbeit" erlebt und lernte den indischen Schwarzmarkt kennen, der Hauptsaechlich aus Drogen besteht. Natuerlich haben wir die Finger davon gelassen. Aber eine interessante Erfahrung war es dennoch und es ist nun mal Gang und Gaebe hier, was aber auch vor allem durch die Touristen enstanden ist.
Um uns von den Erfahrungen wieder zu erholen, sind wir an die Traumstraende von Goa weitergefahren. Nach der Fahrt, 15 Stunden in einem indischen Bus, hatten wir aber auch wieder Entspannung und auch etwas schlaf noetig. Leider fanden wir beides erstmal nicht, da wir uns eine Unterkunft suchen mussten und ich mich mit einem Rigshawfahrer stritt.
Aber Goa wurde dann doch zu einer tollen Zeit, da wir uns einen Roller mieteten (sehr viel billiger als ein Taxi) und den ganzen Staat erkundeten. Nur der indische Verkehr hat die Idylle ab und zu zerstoert.
Da Goa sehr christlich ist, wird hier auch Carneval gefeiert, was zwar ein bisschen anders verlaeuft, denn man schmeisst Wasser und Farbe statt Kamelle (ein kleines Holi), aber dennoch ein bisschen Feierstimmung vermittelte und das Heimweh ertraeglicher machte. ;)
Nun sind wir in der wirtschaftlichen Hauptstadt Indiens, Mumbai (Bombay). Hier gab es ein freudiges Wiedersehen mit Yash und seiner Familie, die ich ja schon beim letzten Mal kennengelernt habe. Wir werden hier sehr verwoehnt und es geht uns sehr gut. Ronja durfte auch schon die ersten "Local Train"-Erfahrungen sammeln und feahrt nun lieber im Ladies Compartment. Gegen die Menschenmasse ist Japan ein Witz. Und wie Ronja im letzten Eintrag schon berichtete, halten die Inder nicht viel von Ordnung und System und stuermen einfach ohne Ruecksicht auf Verluste, die es wirklich gibt (Schuhe, Huete usw.), in die schon ueberfuellten Wagen. Wer schonmal in einem Moshpit war, kann das sehr gut nachempfinden. (Obwohl es hier noch ein Stueckchen haerter ist) ;)
Uns geht es also sehr gut und ich gucke mit viel Freude in die nachsten Wochen, denn ab nun werde ich viele Leute wiedertreffen, auf die ich mich schon lange freue.

Samstag, 14. Februar 2009

Indien fuer Anfaenger

Nun sind wir nun schon zwei Wochen in diesem Massalla names Indien und der Kontrast zu unserer vorherigen Station Japan koennte nicht groesser sein.
Die einzigen Gemeinsamkeiten, so scheint es mir, sind die vielen Menschen und die Tatasache, dass man nichts lesen und verstehen kann.
Mal abgeshen davon, dass es hier so schlappe 40Grad heisser ist, scheint hier auch der Sinn fuer Ordnung irgendwann in grauer Vorzeit verlorengegangen zu sein. Muelltrennung? Es gibt doch eine Strasse oder Bahngleise! Anstellen? Wer quetscht gewinnt! Bremsen? Wer hupt der faehrt? Gewaesserschutz? Wasser= offentliche Kloake.
Abgesehen von diesen Kleinigkeiten eroeffnet sich einem aber sobald man auf die Strasse tritt ein ganzer Kosmos voller Eindruecke, die alle Sinne beanspruchen. Gerueche und Geraeuche entsprechen nichts zuvor Gekanntem. Die Menschen sind so vielfaeltig wie die Religionen und Sprachen. Jeder Platz wartet mit Neuem auf.
Begeistert erfreue ich mich an den vielen Farben, die nicht in den gold durchwirkten Kleiderstoffen, in den ueber und ueber mit statuen verzierten Tempeln, sondern auch auf Lastern und den Hoernern der Kuehe reichlich Platz zur Verwendung finden. Auch schmuecken Malereien vor den Tueren, Blumen und abertausende Menschen, die verkaufen, kaufen oder mit allen erdenklichen Vehikeln fahren, das Strassenbild.
Das Essen haut einen ziemlich um (gluecklicherweise noch nicht im negativen sinne ;) ) und der Strassenverkehr ist eigentlich ganz einfach gestrickt, denn die einzige einigermassen erkennbare Verkehrsregel ist das Linksfahrgebot. Wenn einem also nicht die Hitze den Schweiss auf die Stirn treibt, dann eine Strssenueberquerung.
Dies ist nur ein minimaler Ausschnitt der Eindruecke, die einen ueberfahren wenn man einen Fuss vor die Tuer setzt und Wanja ist fleissig dabei mich zu aklimatisieren.

Samstag, 31. Januar 2009

INDIEN!!!!!!!

JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA wir sind da!
(ein kleiner Reim bei zu warmen temperaturen und so komischen Klima, dass wir beide schon kopfschmerzen haben und uns die MIttagshitze nun wieder hinlegen! Vielleicht gibts ja bald was naeheres.)
Es ist toll! Die Gerueche, die Menschen, die Farben einfach alles... und mein Schalter ist schon auf Indien umgestellt. Mein Koerper noch nicht (s.O.) ABer das wird sich ja wohl bald aendern.
Dosa und Idly gabs schon zum Fruehstueck mal sehen ob ich Pav Badgi zum Abendessen finden kann. Alles liebe von uns!

Donnerstag, 29. Januar 2009

Das Land der aufgehenden Sonne

Hallo miteinander,

nun sind wir schon einige Zeit in Japan und das Land gefaellt mir sehr gut. Es gitb viel zu sehen und erleben. Einfach eine neue Kultur, die ich mir aber eigentlich anders vorgestellt habe.

Das erste was uns auffiel, als wir unseren Fuss auf japanischen Boden setzten, war: Es ist kalt! Ja hier ist schliesslich auch Winter und so mussten wir erstmal unsere warmen Sachen aus der Versaenkung holen.
Nach einiger Zeit am Flughafen sind wir mit dem Bus nach Osaka gefahren, wo wir von Akiko abgeholt und ins warme gebracht wurden. Es ist toll Akiko mal in ihrer Umgebung zu treffen und auch wenn wir uns schon ne Weile nicht mehr gesehen hatten, kamen wir wieder sofort gut miteinander aus :P
Die Tage in Osaka waren voller Programm, was ich sher mochte.. WIr waren bei verschiedenen, wirklich beeindruckenden Tempeln in der Umgebung Osakas und Kyotos (Mit Namen habe ich es nicht so), waren Karaoke singen, Pool und Bowling spielen und haben saemtliche Spielplaetze im Park besucht! Einfach toll.
Dann haben wir auch noch gutes Sushi gegessen...und ein unter anderem auch einen Fisch, der noch zuckte... ja.. das war etwas ungewohnt, aber schon interessant. Sushi schmeckt mir! (ich weiss ich weiss... scheiss "Vegetarier" der Fisch ist... sorry!)
Nun gut... nach der schoenen Zeit in der wir erstaunlich gut schliefen, sind wir wieder per Bus nach Tokyo. Der Nachtbus war natuerlich kein vergleich zu den schoenen Strohmatten mit Fell, die wir bei den Nakabos hatten und so taten wir eigentlich klein AUge zu... bloed, dass wir morgens ankamen, aber erst Nachmittags in unser Hostel einchecken konnten. Gluecklicherweise konnten wir aber unser Gepaeck dortlassen und sind dann los die ersten Sachen in der Umgebung und in Zentral Tokyo anzugucken. Auch eine interessante Stadt. Wir haben auch schon eine Rushhour in der U-Bahn, die auch eine Erfahrung fuer sich war. (Ach ich freu mich auf die local Trains in Mumbai!)

Nun haben wir soweit von Tokyo alles gesehen, was wir sehen wollten (unter anderem ein wirklich rieeeesen Elektronikgeschaeft) und werden heute nur noch das Jugenviertel, welches auch das bekannteste Tokyos ist, besuchen. In Shibuya, wie es so schoen heisst, gibt es auch die beruehmte Kreuzung, die auf allen Fotos zu sehen ist.
Wir werden das natuerlich auch fotographieren und fuer euch online stellen. Bis dahin alles gute!

Dienstag, 27. Januar 2009

Visumgeschichte

So wie verprochen kommt nun mal die Visageschichte.
Alles fing damit an, dass wir erstmal verpasst haben, dass wir fuer Australien ein Visum brauchen (ich berichtete) wobei wir nochmals erinnert wurden uns endlich fuer ein Visum fuer Indien zu kuemmern.
Leider hatten wir vorher nie die Moeglichkeit, da wir meist nicht in die Hauptstaedte oder in Staedte mit Visastelle von Indien kamen bzw zurueckkamen, sodass eine Beantragung nur in Australien moeglich war.
So war die Visastelle, das erste, was wir nach der Ankunft in Sydney aufsuchten. Es war schon kein gutes Omen, dass die Adresse, die offiziell auf der Internetseite stand, nicht mehr existierte. Gut, dass dort nun eine Anwaltskanzelei war, dessen Sekrataerin eine neue Adresse kannte. Also sind wir dort hin (Die ganze Zeit unsere schweren Rucksaecke, die insgesammt gut 55kg wiegen!). Das war jedoch nur eine Art Reisebuero, die aber die richtige Adresse kannten. So sind wir also dahin. Schoen Nuemmerchen ziehen und warten.
Nachdem wir also etwas gewartet hatten, empfing uns ein Mann am Schalter in gewohnten und geliebten "Indian English" und zerstoerte uns nach wenigen Sekunden unsere Hoffnung, indem er sagte, dass es mindestesn 10-14 Werktage dauern wuerde. Toll wenn man nur 7 Werktage da ist. ALso habe ich schon ueber Alternativen nachgedacht. Um mal einen Eindruck zu bekommen, werde ich mal einige aufzeahlen mit Gruenden, warum wir es nicht gemacht haben:

-Alternative 1: Alle Fluege bis nach Indien verschieben, sodass wir genug Zeit in Sydney haben. (Leider meldet sich unser Reisebuero in Deutschland nicht mehr, die unsere Fluege verschieben koennten.)

Alternative 2: Alle Fluege streichen und neue kaufen, wenn wir Visum haben. (Zu teuer und warscheinlich nur mit Abstirchen zu bewerkstelligen)

Alternative 3: Wie geplant fliegen und in Hong Kong Visum beantragen und so lange dort bleiben wie es dauert. Vorteil waere gewesen, dass wir nur einen Flug verschieben bzw streichen haetten muessen. (Wieder das Problem mit Reisebuero)

Alternative 4: Einfach Einreisen (Haette mit langer Haft geendet, aber was solls, habptsache in Indien :P)

Nun gut, es ist ja alles anders geworden. Wir sind also zuerst ins Urbane Sydney und haben es uns bei unserer Unterkunft in Guildford gemuehltlich gemacht. WIr wurden von einer sehr netten Person aufgenommen und trafen dort noch weiter deutschsprachige, was ein Wohlfuelgefuehl (was fuer ein tolles Wort!) herrvorrief.
Danach sind wir erneut in die Stadt, diesesmal aus touristischen Beweggruenden. WIr entdeckten die Stadt ein wenig und im Botanischen Garten hatten wir die Idee, einfach mal die deutsche Botschaft in Chennai (unser Einflugsort) zu kontaktieren. Und tatsaechlich erreichte ich sie.
Eine nette Frau warte mich erstmal ohne Visum einzureisen, da sie da keine chance haetten uns ausm Gefaengniss zu bekommen. Somit war Alternative 4 gestorben. Sie gab uns aber die Nummer fuers Generalkonsulat in Sydney. Als ich dort keinen mehr erreichen konnte, liefen wir dorthin. Typisch fuer Aemter, war es nach 14 Uhr schon geschlossen. Ich guckte jedoch die Sekretaerin des Konsuls durch dir Sicherheitstuer so lieb an, dass sie uns aufmachte.

Nachdem wir unser Problem erklaert hatten und sie ein paar mal mit dem Konsul telefoniert hatte, sagte sie uns es sei Kein Problem, wir sollten morgen einfach nochmal bei der Visastelle versuchen. Sie benutzte die typischen Worte "Dont worry" mit der geliebten indischen Kopfbewegung, die wie ein Kopfschuetteln aussieht.
Wir machten uns also weiter aut als Tourist und sind den Tag darauf wieder in die Visastelle (natuerlich war diese auch mal wieder ganz woanders, als das Konsulat). Als wir dort etwas diskreter nach dem Boss verlangten (was vor allem Ronja unangenehm war[scheiss deutsche, die sich wieder wichtig tun]), aber was soll man anderes tun. Als wir ihm erklaerten, dass wir beim Konsul waren und er das OK gegeben hat, aenderte er seine Meinug von Unmoeglich nach Kein Problem. Sehr interessant.
Da ich die Inder und ihre Versprechen aber schon kenne, sind wir mit der Quittung der Beantragung wieder zum Konsul, den wir diesesmal persoenlich aufm Flur trafen und da er ein sehr netter Mann ist, der zu unserem Glueck 3 Jahre in Bonn gearbeitet hat und Deutsche sehr mag, setzte er uns sofort mit dem Sachbearbeiter in Verbindung. Dieser sagte wir koennten es inerhalb 2 Tagen bei der Visastelle abholen und wenn es da nicht sei, sollten die einfach anrufen und dann wuerden sie alles in Verbindung setzten.
Das reichte uns erstmal und wir genossen einen Tag in Sydney ganz ohne Gedanken an Visa.
Den Tag danach sind wir wie es uns gesagt wurde sur Visastelle. Nach erneuten warten mit schoener Nummer kamen wir dran. Der sichtlich genervte Typ, der uns warscheinlich hasste, sagte es sei nichts da. Also liessen wir ihn anrufen. Der Anruf war ein Reinfall, da wer auch immer am anderen Ende war, behauptete, sie wuessten nichts von uns. Toll... typisch Indien... Also wieder zum Konsulat, wo unser Sachbearbeiter sichtlich in Erklaerungsnot kam. Er hat es warscheinlich einfach vergessen. Der Konul, wieder auf Flur (scheinbar sein Lieblingsort) getroffen, wunderte sich auch, warum wir wieder da sind.
Aber nach dem Wochenende konnten wir es diesesmal, wieder nach langen warten mit Nuemmerchen und bangen Gedanken abholen. Und es sieht schoen aus.
Leider haben sie mir natuerlich kein Jahresvisum, wie ich es haben haette koennen, gegeben, aber brauchen wir ja auch nicht.
Das war also Sydney... aber dank der guten Aussicht aus dem 27 STock des Kosulates und des freien Tages, haben wir von der Stadt soweit alles gesehen und waren auch an den typischen Straenden.
Alles in einem ein gutes Training fuer Indien ;)

Mittwoch, 14. Januar 2009

Ozeanien

Ach ich meld mich jetzt einfach mal so wieder mal, diesesmal schon aus Australien, oder sagen wir Sydney, da wir wohl weiter als bis zu dieser pseudo Hauptstadt nicht kommen werden. Aber auch die zwei Tage die wir hier sind, hatten wir schon gut viel Stress, aber dazu spaeter.
Erstmal wieder zu Neuseeland. Wir sind also mit der lieben Judith quer durchs Land, ueber beide Inseln gefahren. Das war toll und ich konnte nun endlich auch mal wieder hohe Mengen Adreanlin in meinen Adern spueren. Wir waren Zorben, Fallschirm und Bungy springen.
Zorben ist ein ueberdeminsionaler Palstikball, in den man hineinschluepft und dann einen Berg hinunterkullert. Sieht langweilig aus, macht aber Spass und ist gar nicht mal so unaufregend. (Danke nochmal dafuer Judith!)
Fallschrim ist natuerlich wieder nur der Furchtloseste, oder Lebensmuedenster?, von uns gegangen. Ich sage euch, es war super! Ich werde es 100% nochmal machen. Genau wie der Bungy Sprung, der zwar leider sehr kurz, aber dafuer sehr intensiv ist. Judiths Gesichtsausdruck beim Sprung erklaert eigentlich alles. Leider habe ich das Bild gerade nicht zur Hand, aber ich reiche es nach!
Ronja hatte schon genug Adrenalin durchs zugucken und ein Sprung haette ihren Tod bedeutet, sodass wir sie davon abhielten :) Auserdem musste ja jemand die Fotos machen.
Neben dem vielen Aktivitaeten sahen wir fast jede Stadt und sehr viel Natur! Neuseeland ist ein schoenes Land. Nur die Faehre zwischen den Inseln ist zu teuer. Genau deswegen flogen wir auch (ja sorry, wir sind Umweltsuender) nach Auckland zurueck, was weniger als halbso teuer war.
Wie auch in der USA, verbrachten wir eine NAcht am Flughafen. Das war aber nicht so schlimm, denn wir hatten uns den Tag ueber schon ein einigermasen gutes Plaetzchen gesucht und hatten Schlafmasken und Ohrenstoepsel.
So gut die NAcht war, so bloed ging dann der naehste tag los. Wir wollten in unseren Flieger nach Australien, aber wer haette das gedacht, wir durften nicht, da wir kein Visum hatten. Ja richtig, man braucht nach Australien ein Visa! Ich glaube wir waren noch nie so beschaemt ueber unsere Dummheit... aber ich mein,.. in fast alle Laender der Welt kann man als Europaerer Visafrei einreisen... nur Australien und Indien auf unserer Reise nicht.
Da sind wir bei unserem naehsten Problem: Visa Indien. Wir sind zurzeit noch auf der Jagd danach, was wieder einiges an Verhandlung und Taktik benoetigt. Gut, dass ich schonmal in Indien war.

Die ganze Geschichte gibts dann, wenn wir erfolgreich waren. Wenn nicht, werden wir bei unseren Eltern ausm indischen Knast anrufen! ;) (Zitat deutsche Botschaft Delhi!)
Wir wuenschen euch und uns alles gute!