Donnerstag, 31. Juli 2008

Gebucht

Letzten Freitag haben wir uns endlich mal in den Zug gesetzt und sind nach Köln gefahren, denn nur hier gibt es das heiß ersparte Ticket, das mal wieder noch teuerer geworden ist.

Mehr oder minder offiziel nennt sich das ganze RTW-Ticket (Round The World) und ist ein spezielles Angebot von großen Alliances. Zu festgelegten Tarifen kann man dabei innerhalb eines Jahres Jahres die Welt umrunden.
Im guten alten Bad Münstereifel wird dieser Begriff wohl frühestens in 50 Jahren im offizielen Angebot der Resiebüros auftauchen...

Der Preis berechnet sich, neben Kosten für Flughafengbühren und Steuern, nach Anzahl der bereisten Kontinente oder nach der Flugstrecke. Wir haben uns für letztere Variante entschieden.

So konnten wir Freitagabend nicht nur als glückliche Besitzer eines Hokus-Pokus Rucksackes, sondern auch zweier Flugtickets ins Bett fallen und von der Reise träumen.
Naja fast. Bezahlt werden mussten die Teile natürlich schon noch.

Unsere Flugroute sieht nun wie folgt aus:
Düsseldorf-London*-New York-Miami*-
Guayaquil-Punta Arenas-Santiago de Chile-EasterIslands-
Papeete-Auckland--Sydney-
Tokyo-Honkong*-Chennai-Delhi-
Helsinki*-Düsseldorf

*Zwischenstopps

edited by Wanja

Montag, 21. Juli 2008

Das erste Opfer

Das unterbrochene Arbeiten hat sein erstes Opfer gefordert.
Meine Toilette!
Nach heftigen Bauchkrämpfen Wanjas in der Nacht wurde das Attentat um 8.53 Uhr Ortszeit verübt und das sonst schaumolweiße Keramikbecken mit einem ätzendem Gemisch aus Magensäften und Halbverdautem attakiert.
Weitere Anschläge folgten.
Doch dank Großmutters Hausrezepten für verstimmte Mägen, Tees und Wärmflasche, ging es Wanja bald zumindest ein bisschen besser.
Dies ist vielleicht ein erster, im wahrsten Sinne des Wortes, bitterer Vorgeschmack ;) auf das da Kommende
und erinnert mich daran, dass wir bald mal eine Reiseapotheke zusammenstellen müssen.

Überhaupt, es gibt noch soviel zu tun und zu planen, doch leider hält uns das Arbeiten doch immens davon ab. Auch wenn die Häcken auf unserer, im Internet entdeckten, Checkliste für Weltreisende immer mehr werden, viele Punkte sind noch offen.
Etwa fehlt da ebenso noch ein warmes Fleece für Wanja wie das Abschiedsessen mit der Familie.
Aber ab dem 15.08. haben wir wieder etwas mehr Zeit, sodass alle Vorkehrungen zum Aufbruch sowie zum Abschied getroffen werden können.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Mein Leben für Sonoco

Es hat sich nun schon so ergeben, dass ich mein Leben nach der Arbeit richte und nicht umgekehrt. Das ist bestimmt eine gute, wenn auch relativ neue Erfahrung für mich. Natürlich musste ich es auch mal wieder übertreiben. Es kam soweit, dass ich sogar in einem Feld neben der Firma übernachtet habe, damit ich pünktlich bei meinen Schichten bin.
Aber fange ich mal am Anfang an. Da wir, also die Belegschaft, einige Projekte hinterherhinken, müssen einige von uns 10 Stunden Schichten machen. Natürlich bin ich sofort einer von diesen gewesen, was mich aber eigentlich nicht störte, da ich so mehr Geld verdiene.

Leider wusste ich am Montag davon nichts und kam zu meinen „normalen“ Zeiten. Das waren zwei Stunden zu früh. Also hatte ich zu Wochenbeginn gleich mal eine 12 Stundenschicht von 14-2 Uhr. Da ich Am Dienstag Abend jedoch in Ruperrath eingeteilt war, hatte ich gebeten, bei Sonoco am Dienstag die Frühschicht zu bekommen. So war es dann auch. Die beginnt um sechs. Wer jetzt aufgepasst hat, merkt, dass ich in der Nacht von Montag auf Dienstag also nur 4 Stunden zwischen meinen Schichten hatte. Da ich wenigstens diese schlafen wollte, entschied ich mich, mich einfach neben an auf eine Pappe ins Feld zu legen.

Die Nacht war sehr kalt und mein Plan zu schlafen ging nicht wirklich auf. Die Frühschicht ging dennoch relativ gut und schnell vorbei. So hatte ich in 24 Stunden 20 Stunden dort gearbeitet und 4 Stunden neben an im Feld übenachtet. Wenn das nicht mal im Sinne des Arbeitgeber ist, viel mehr kann man doch für eine Firma nicht machen ;)

Nach der Schicht bin ich mit dem Bus und Zug nach Ruperrath und hatte dort Nachtdienst. Ganz ohne Schlaf habe ich diesen Dienst aber nicht geschafft. Zum Glück war es eine ruhige Nacht. Als ich am Mittwoch abgeholt wurde war ich ziemlich fertig.

Dennoch musste ich wieder um 16 Uhr zur Firma und arbeitete, dieses mal auch mit Ronja, die 10-Stundenschicht. Und jetzt bin ich hier für ein/zwei Stunden zu hause und muss gleich wieder bis in die Nacht arbeiten.

Der Vorteil daran ist die bessere Bezahlung. Zumindest hoffen wir, dass Überstunden und Nachtschichten besser bezahlt werden. Bei denen kann man nie wissen, denn uns wurden auch einfach so die ersten 4 Stunden nicht angerechnet und auch nicht bezahlt. Jedoch ist da für mich das letzte Wort noch nicht gesprochen.


Samstag, 12. Juli 2008

Malochen für den Traum

Wie viele von euch schon wissen arbeiten Ronja und ich um das letzte nötige Geld für die Reise zu verdienen.
Ronja und ich sind beide Vollzeit bei einer Zeitarbeitsfirma angemeldet und arbeiten seit 2 Wochen bei Sonoco Deutschland in Euskirchen. Eine Freundin von uns arbeitet dort auch, so fahren wir, umweltbewusst wie wir sind, in einer Fahrgemeinschaft.
Der Job dort ist hart, sehr monoton und sehr sehr langweilig. Er ist scheisse bezahlt und die Arbeitszeiten sind schlecht. Aber was macht man nicht alles für Geld!

Zusätzlich arbeitet Ronja Sonntags noch in einem Cafe in Bad Münstereifel.
Ich bin immernoch in Ruperrath angestellt und spüle am Wochenende in einem Restaurant/Hotel in der Innenstadt.

So kommen schon einige Wochenstunden zusammen, was an der Energie von uns beiden zerrt. Aber mit dem Ziel in Gedanken gehts doch und es wird sich ja hoffentlich alles lohnen.

Auf jeden Fall wissen wir beide nun, warum wir Abi gemacht haben!

Dienstag, 1. Juli 2008

Die Pläne sind gemacht, nun wird Geld verdient

Hallo,

Hier kann jeder, den es interessiert, einige Infos und Erfahrungen zu unserer Reise um die Welt erfahren.

Unsere Route ist geplant wie folgt:

1.Deutschland - USA (New York und Boston)

Wir wollen uns New York angucken, ein paar Freunde von uns besuchen und uns auf die neue Situation einstellen. Warscheinlich werden es aber nur zwei Wochen in den USA sein.


2.USA - Südamerika

Nach den USA gehts nach Südamerika, eines der zwei Hauptziele unserer Reise. Wir werden in Eqaudor landen und uns dann südwärts auf dem Landweg weiterbewegen.
Geplant sind die weiteren Ziele Peru und Chile. Für diesen Abschnitt, der warscheinlich in Santiago enden wird, sind drei Monate eingeplant.

3. Südamerika-Osterinseln-Tahiti-Neuseeland

Aus Santiago soll es über die Osterinseln und Papete nach Neuseeland gehen. Ob dies klappt kommt auf die Verfügbarkeit der Flüge an. Ich würde jedoch sehr gerne diesen Abschnitt dabeihaben. Es wäre sicher ein kleines Highlight für mich.

4.Neuseeland-Australien

Natrlich geht es, wenn man schon dort unten ist, auch nach Australien. Wir haben uns aber zu Gunsten von Südamerika, Neuseeland und Indien, für einen kurzen Aufenthalt in Australien entschieden, ähnlich den der USA. Warscheinlich werden wir außer Sydney nichts sehen.

5.Autralien - Japan

Auch wenn es warscheinlich sehr teuer sein wird, haben wir uns entschieden nach Japan zu fliegen und dort etwas Zeit zu verbringen. Wir werden dort auch Akiko besuchen, welche ja schon oft hier war, aber es noch keiner von uns geschafft hat sie zu besuchen. Das wollen wir ändern. Darauf freue ich mich auch schon sehr.

6. Japan - Indien

Aus Japan geht es ins letzte fest eingeplante Land, Indien. Natürlich haben wir auch dort ungefähr drei Monate eingeplant, da ich Ronja hier besonnders viel zeigen will.
Ich bin jedoch sehr gespannt, ob es noch genauso ist wie vor 4 1/2 Jahren. Indien ist mein persönliches Highlight und ich kann es kaum erwarten meine alten Freunde dort wiederzusehen und meine Erinnerungen an damals aufzufrischen.

Soweit der Plan. Ob alles genau so enden wird ist natürlich nicht 100% klar, aber ich bin mir sicher, dass es eine unvergessliche Reise und Erlebnis wird.