Es hat sich nun schon so ergeben, dass ich mein Leben nach der Arbeit richte und nicht umgekehrt. Das ist bestimmt eine gute, wenn auch relativ neue Erfahrung für mich. Natürlich musste ich es auch mal wieder übertreiben. Es kam soweit, dass ich sogar in einem Feld neben der Firma übernachtet habe, damit ich pünktlich bei meinen Schichten bin.
Aber fange ich mal am Anfang an. Da wir, also die Belegschaft, einige Projekte hinterherhinken, müssen einige von uns 10 Stunden Schichten machen. Natürlich bin ich sofort einer von diesen gewesen, was mich aber eigentlich nicht störte, da ich so mehr Geld verdiene.
Leider wusste ich am Montag davon nichts und kam zu meinen „normalen“ Zeiten. Das waren zwei Stunden zu früh. Also hatte ich zu Wochenbeginn gleich mal eine 12 Stundenschicht von 14-2 Uhr. Da ich Am Dienstag Abend jedoch in Ruperrath eingeteilt war, hatte ich gebeten, bei Sonoco am Dienstag die Frühschicht zu bekommen. So war es dann auch. Die beginnt um sechs. Wer jetzt aufgepasst hat, merkt, dass ich in der Nacht von Montag auf Dienstag also nur 4 Stunden zwischen meinen Schichten hatte. Da ich wenigstens diese schlafen wollte, entschied ich mich, mich einfach neben an auf eine Pappe ins Feld zu legen.
Die Nacht war sehr kalt und mein Plan zu schlafen ging nicht wirklich auf. Die Frühschicht ging dennoch relativ gut und schnell vorbei. So hatte ich in 24 Stunden 20 Stunden dort gearbeitet und 4 Stunden neben an im Feld übenachtet. Wenn das nicht mal im Sinne des Arbeitgeber ist, viel mehr kann man doch für eine Firma nicht machen ;)
Nach der Schicht bin ich mit dem Bus und Zug nach Ruperrath und hatte dort Nachtdienst. Ganz ohne Schlaf habe ich diesen Dienst aber nicht geschafft. Zum Glück war es eine ruhige Nacht. Als ich am Mittwoch abgeholt wurde war ich ziemlich fertig.
Dennoch musste ich wieder um 16 Uhr zur Firma und arbeitete, dieses mal auch mit Ronja, die 10-Stundenschicht. Und jetzt bin ich hier für ein/zwei Stunden zu hause und muss gleich wieder bis in die Nacht arbeiten.
Der Vorteil daran ist die bessere Bezahlung. Zumindest hoffen wir, dass Überstunden und Nachtschichten besser bezahlt werden. Bei denen kann man nie wissen, denn uns wurden auch einfach so die ersten 4 Stunden nicht angerechnet und auch nicht bezahlt. Jedoch ist da für mich das letzte Wort noch nicht gesprochen.

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