Sonntag, 26. Oktober 2008

Der steinige Weg nach Cuzco

Nachdem unsere ersten Gehversuche so gut geklappt haben, entschieden wir sofort nach dem Canypon ein noch groesseres Ziel in Angriff zu nehmen, den Machu Picchu. Also sind wir sofort weiter in Richtung Cuzco. Ein kurzer Stop in Arequipa um unser dagelassenes Gepaeck wieder zu schultern und um ein Ticket in einem Schlafbus zu bekommen. Wir wunderten uns schon, warum kaum eine Busgesellschaft nach Cuzco faehrt, fanden aber schnell raus, dass die Hauptstrecke nach Cusco gesperrt war. Unsere Gesllschaft fuhr jedoch nicht mit dem erhofften Schlafbus, sondern mit einem Standardbus ueber eine Alternativstrecke, die jedoch nur ein wenig holpriger sein sollte.
Andere Touristen entschieden sich zu warten und warten wahrscheinlich immer noch. Wir jedoch stuertzten uns in die ungewisse Fahrt, die gegen fuenf Uhr frueh ein jaehes Ende fand, in einer Strassensperre! Zuerst wussten wir nicht warum wir nicht weiterfahren, jedoch mussten wir schliesslich aussteigen und durch das Dorf gehen. Uns bot sich ein ungewohnter Anblick. Die Strasse war voller Steine und grosser Wurzeln und jede Menge Menschen standen dort und sorgten dafuer, dass kein Fahrzeug mehr durchkam.
Durch eine kleine Zahlung durfte unser Bus dann doch durch und wir konnten hinter dem Dorf wieder einsteigen, nachdem wir eine zweite Sperre selbstaendig raeumten.
Wir dachten damit seien wir durch, doch keine 10km spaeter standen wir wieder. Diesesmal in einer laengeren Schlange, was nichts gutes bedeuten konnte.
So war es dann auch. Eine ganze Bruecke war regelrecht belagert. Steine, Glasscherben, Wurzeln und jede Menge aufgebrachter Leute. Gut, dass wir in einem Abstand zu dem geschehen standen. Nach langem warten entschieden sich die ersten zu laufen bzw. fuer einen ueberhoehten Preis ein Taxi, mit einer ungwissen Alternativroute, zu nehmen.
Wir entschieden uns, mit einem jungen amerikanischen Paar zu warten und wenn es zu lange dauern wuerde zu laufen. Jedoch hatten wir Glueck und gerade als wir uns aufmachen wollten kamen unmengen schwer bewaffneter Polizisten, die die Sperre aufloesten. Soweit wir das beobachten konnten lief das relativ friedlich ab, auch wenn viele Menschen in die umliegenden Felder fluechteten. Es dauerte aber auch noch eine ganze Weile, bis die Sperre aus dem Weg geraeumt war.
Erst als wir durchfuhren sahen wir das Ausmass... es sah wirklich schlimm aus. Einige LKWs hatten eingeschmissende Scheiben und auf dem nachvollgenden 100km kam es immer wieder zu kleinen Stops um Steine und Geroell aus dem Weg zu raeumen.
Wir kamen schliesslich mit einer saftigen Verspaetung in Cuzco an.

Nun sind wir noch hier, haben weitere nette Leute kennengelernt, die es zum Teil noch schwieriger hatten hier hinzukommen und planen unseren Trek zur alten Inkastadt. Mal sehen wie das laeuft.

Montag, 20. Oktober 2008

Le canyon de la Colca

Lang ist es her, dass wir uns gemeldet haben, viel ist dazwischen passiert, kurz werde ich es zusammenfassen.
Die Tage in Arequipa waren am Ende etwas langweilig moechte ich fast sagen, da man wirklich alles kannte und so waren wir beide froh als es dann endlich in Richtung des Canyon ging. Mit dem BUs nach Chivay, welches auf 3700m liegt. Da wir spaet angekommen waren, uebernachteten dort kurz und machten uns am naehsten morgen frueh auf zu einer Wanderung.
Wir haben viele Sachen in Arequipa gelassen und mit weniger gepaeck muteten wir uns wiedereinmal viel zu. Ich mit dem Rucksack mit allem noetigen (Zelt, Schlafsaecke, Kocher usw.) und Ronja mit vollbepackten Hokus-Pokus (unserem Tagesrucksack) und der Fototasche.
So machten wir uns froehlich auf. Diesesmal lag es aber nicht an uns, dass es wieder schiefging. Nein auch keiner ist an uns vorbeigefahren und hat uns mitgenommen. Wir sind einfach in die falsche Richtung gelaufen. Nach einem ganzen Tag ueber wirklich hohe Berge (4000m), durch die Pampa (es war kein Weg zu sehen), kamen wir in Tuti, 15-20km in die falsche Richtung an. Wir wunderten uns sehr, da wir extra mit KOmpass gelaufen sind und uns immer brav an ihn gehalten haben. Leider stellten wir fest, dass die Karte die wir hatten falsch genordet war und zwar genau umgekehrt. Bloede Turistenkarten! Zum Glueck konnten der Packesel (Zitat Ronja), und Ronja, die Frostbeule, mit einem Bus wieder nach Chivay, wo wir direkt einen Bus zu unserem eigentlichen Tagesziel nahmen. Dabei stellten wir fest, dass dieses Tagesziel viel naeher gewesen waere.
Dort suchten wir schliesslich noch nach einem geeigneten Zeltplatz, den wir unten im Canyon neben dem Fluss fanden. Auf dem Weg dorthin luden uns noch einige Einheimische, die gerade auf dem Felde arbeiteten, zu einem Glaesschen Chicha (Maisbier) ein. Wir lernten noch einige Worte in der Landesprache (Quechua) und mein spanisch hat auch davon profitiert. Es war schoen, solche Begegnungen wollte ich auf unserer Reise haben.
Als wir nach einer wirklich extrem Sternenklaren Nacht die wir beide noch nie so hell gesehen haben (es war hell obwohl kein Mond da war) aus unserem Zelt krochen, uns im Fluss wuschen und noch ein wenig das Wetter genossen, waren alle Sorgen vergessen. So muesste man echt jeden Morgen aufwachen!
Wir machten uns, diesesmal in die richtige Richtung auf zu unserem naehsten Ziel. Aber wir waeren nicht Ronja und Wanja, haetten wir es diesesmal erreicht. Der Colca, der Fluss hier nachdem auch das Tal benannt ist, machte uns einen Strich durch die Rechnung. Oder sagen wir die fehlenden Bruecken, die uns eine Ueberquerung unmoeglich machten. So endeten wir, wieder nach einem anstrengeden, aber sehr schoenen Trek, auf der falschen Seite in einem Dorf, von dem wir abermals mit einem Kleinbus an unseren Startpunkt (Die Strassen sind hier auch so bloed angelegt, dass man immer zurueck muss) von wo wir dann endlich durch den ganzen Canyon nach Cabanaconde gefahren sind. Den tiefsten Punkt des Canyons (mehr als zweimal so tief alswie (um mal in unserer Landessprache zu sprechen) der Grand Canyon) haben wir gesehen, aber wegen des teuren Permits, liessen wir das aus. Wir muessen ja sparen ;)
So nun sind wir hier, wollen morgen auf nach Cuzco, wo wir hoffentlich nach einem schoenen Trek am Ziel, dem Machu Picchu, ankommen werden. Und warscheinlich gibts dabei ja auch noch was zu feiern, ne.
Wir sind auch schoen braun geworden, sind soweit wieder gesund und haben uns gut an die Hoehe gewoehnt. Perfekte Vorraussetzungen. Es duerfte also nichts schiefgehen......duerfte.....
P.S.: Der Titel hat stand automatisch da... ist zwar ne bloede Sprache, aber passt ja ;)

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Rueckfall?


Vielleicht dauert es noch ein wenig, bis wir ganz fit sind! Dann koennen wir auch wieder mehr erzaehlen! Bis dahin!
Eure

Ronja und Wanja

Sonntag, 12. Oktober 2008

Die ersten koerperlichen Schwierigkeiten ueberstanden

So wir melden uns mal wieder, auch wenn es nicht viel neues gibt. Eigentlich gar nicht, denn wir sind hier immernoch in Arequipa.
Ganz nach dem Motto."Hochmut kommt vor dem Fall", hat unsere kleine Gemeiheit mit dem neidischmachen, am Ende zurueckgeschlagen und uns ein paar Reiseprobleme, wie ich es jetzt mal ausdruecke, verschafft. Es erwischte uns beide und legte uns sogar 2 Tage komplett flach. Gut, dass es wir eine Terasse haben und ein Bad. So koennen wir selber fuer uns sorgen. Und wir gehen nicht Gefahr andere anzustecken.

Eigentlich schreiben wir nur um zu sagen, dass wir es nun weitesgehend ueberstanden haben und uns nun wieder dem eigentlichem Ziel witmen, naemlich Reisen. Ja der Weg ist doch das Ziel und wir haben noch sehr viel Weg vor uns.

Oder es im Sinne des Weltensammlers zu sagen, den wie die letzten Tage intensiv gehoert haben: Es koennen sich die Gluecklich schaetzen, die noch einen langen Weg vor sich haben!

Montag, 6. Oktober 2008

Ja, wir leben noch!

Wir sind inzwischen schon in Arequipa, im Sueden Perus. Wie wir hier hingekommen sind werden wir euch nun kurz erzaehlen.
Es fing alles an in Baños. Von dort sind wir per Bus nach Riobamba, einer Stadt in der nicht wirklich viel los ist. Dort startet aber der beruehmte Zug zur "Nase des Teufels". Der ist so beruehmt, dass neben uns noch rund 150 andere Touristen auf dem Dach des Zuges sassen. Die einzigen Einheimischen waren die Zugbegleiter und unermuedliche Verkaeufer, die auf der gesammten Fahrt (7-8 Stunden) in indischer Manier ihre Waren anboten. Die Zugfahrt war gut, aber zu lang und sonnig. Wir beide, ja Wanja auch, haben uns boese an der Sonne verbrannt. Aus der Roete wurde erst schoene Braeune, spaeter tote Haut, die sich langsam und in Stuecken von unseren Gesichtern verabschiedete. Dabei erwischte uns es noch recht glimpflich. Ein paar der anderen Opfer lernten wir einen Tag spaeter beim Fruehstueck in Cuenca kennen. Einem von ihnen, ein Australier, sollte von da an ein Begleiter fuer uns sein.
Mit ihm zusammen ging es noch am selben Tag via Loja nach Piura, Peru. Nach einem Tag Zwangsstop, in der es zumindest ein Vegetarisches Restaurant gab, ging es am selben Abend im extrem teuren (fuer Peruanische Verhaeltnisse) Luxusbus durch die Wueste nach Lima. Wir waren froh denn es gab endlich mal englische Untertitel bei den Filmen, Fruehstueck und Abendessen und man konnte sogar ein wenig schlafen. In Lima trennten wir uns von unserem Reisefreund und blieben selber zwei Naechte in der wirklich extrem gut bewachten (gepanzerte Militaerfahrzeuge, Wasserwerfer und mobile Flammenwerfer....) Altstadt.
Nach den Tagen Sightseeing sind wir, wieder mit dem Luxusbus, wenn auch eine Kotegorie tiefer, nach Arequipa.
Hier sind wir nun, wohnhaft in einer "Wohnung" mit Terrasse, auf der wir manchmal kochen, Bad und super Ausblick auf die Stadt, die Berge und die Wueste. Morgens in der Sonne liegen, bei einem Tee, die Stadt erkunden in moderater (laut Ronja) Hitze und Abends durch die Kaelte (wieder laut Ronja) bummeln. Ihr seht uns geht es gut, bis auf kleine "normale" Gesundheitsbeschwerden. Ihr duerft uns gern beneiden :P