Montag, 22. September 2008

Wie waren unsere Plaene?

Tja, wie immer auf solchen Reisen ist planen schoen und gut, jedoch kommt alles anders. So auch bei uns. Es fing noch gut an.Wir sind mit dem Bus aus Guayaquil nach Montañita an die Kueste.
Surfen war nicht in unserem Buget, jedoch waren wir einmal in den wirklich hohen Wellen schwimmen. Was uns am Besten gefallen hat war die Kleinigkeit, dass die Besitzer saemtlicher Geschaefte und Resaurants, entweder ihre Produkte nach der Bestellung erst einkaufen gingen, oder wenn wir bezahlt haben, erstmal die ganze Strasse rumterliefen nach einer Person suchend ,die ihm das Geld wechseln koenne.
Weniger toll waren dagegen die Mosquitos....und die vielen Drogenopfer, die vor allem in der Nacht in der ganzen Stadt bzw. im ganzen Dorf herrumschwirrten.
Nach ein paar warmen Tagen wollten wir dann eigentlich sofort zum Trecken in die Berge, jedoch hat es uns aus verkehrstechnischen Gruenden zurueck nach Guayaquil und von da aus nach Quito verschlagen. So haben wir den ganzen Tag und die halbe Nacht im Bus verbracht, waehrend die Reisfelder und Bananenplantagen an uns vorbeizogen. Waehre der Bus nicht relativ kompfortabel und die Schilder alle auf spanisch gewesen, haette ich schwoeren koennen in Indien zu sein. Es ist echt erstaunlich wie sehr sich vor allem die laendlichen Gegenden aehneln.
Als wir schliesslich um 3 Uhr in Quito ankamen, fuhren wir schnell per Taxi in ein Hotel in die Altstadt, um dann am Morgen darauf die Stadt zuerkunden und uns in gefaehrlichen Stadtvierteln herumzutreiben. Doch dank einheimischer Hinweise haben wir uns dann in den von Polizisten ueberlaufenen Teil der Stadt gerettet. Der Tag endete mit einem echt guten Jazzkonzert und einem neuen Hostel mitten in der Stadt.
Mit Verpflegung eingedeckt (Nudeln und Schokolade) machten wir uns endlich auf zum Cotopaxi. Irgendwie sind wir dann in einer Stadt ca 20km entfernt vom Eingang des Nationalparkes gelandet und Opfer eines durchaus sehr netten Taxifahrers geworden.
Nach ruckeliger Fahrt im Regen (Slicks haben mehr Profil als die an dem Wagen) sind wir dann um 40 Dollar aermer vorm Eingang abgesetzt worden. Natuerlich kann uns sowas nicht erschuettern, sodass wir im sexy Regendress den Aufstieg begannen. Der duennen Luft auf 3200m hoehe und dem schlechten Wetter zum Trotz, liefen wir in Richtung dieses 5890m hohem Ungetuehms.
Leider, leider sind uns dann nach etwa 2km zwei junge "Einheimische" begegnet, die uns kurzerhand auf der Ladeflaeche ihres Pickups mitgenommen haben. So schafften wir unser Tagesziel innerhalb weniger Minuten. Gracias a Dios sprachen Linda und Carlos perfekt Englisch.
Wir konnten uns auch sofort erkenntlich zeigen indem wir ihr marodes Zelt zusammen zimmerten und mit unseren Rucksackbeuteln wasserdicht machten. Nach einem Ausflug zu einer wunderschoenen Lagune gab es dann auch den ersten gemeinsamen Tee, liebevoll zubereitet auf unserem Kocher (Und das ohne die umligende Gegend abzufackeln). Nach einem Becherchen Weisswein ging es auch schon ins Bett...ehm Zelt, in welchen wir uns sehr schnell in unsere Schlafsaecke verzogen, da die Temperatur auf inzwischen 4000m, mit Untergang der Sonne extrem abfiel. In der Nacht war es schliesslich nur noch um die Null, gefuehlte Minus 10 Grad.
Der Morgen war auch nicht waermer, der Blick auf den Cotopaxi jedoch umso atemberaubender. Als sich alle aus dem "Bett" gequaelt hatten, die Zelte abgebrochen waren und der Tee die kalten Finger erwaermt hatte, fuhren wir rauf ueber die Schneefallgrenze, wo wir den Vulkan in seiner vollen, weissen Pracht bestaunten. Eine wirkliche Wanderung war das fuer uns natuerlich nicht, aber mit den um die 20kilo wiegenden Rucksaecken, kaum aklimatisiert, waere es uns warscheinlich nie gelungen dort hinauf zu steigen.
Dank Carlos und Linda konnten wir uns auch nochmals eine teure Taxifahrt sparen, die wir uns auch beim besten Willen nicht haetten leisten koennen. Nach einem kurzem kulinarischen Abstecher nach Latacunga ging es fuer uns also auf der Ladeflaeche zurueck in die sicherere Neustadt Quitos, wo wir uns zur Zeit auch noch befinden. Da es uns hier so gut gefaellt haben wir Baños nochmals um einen Tag nach hinten verschoben und wird uebermorgen in Angriff genommen. Mal sehen was uns auf dem Weg dorthin und dort alles erwartet.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Liebe Weltreisende1 Grüße aus der Hauptstadt- ich finde die berichte bisher klasse- bekomme Eindruck!
Allerdings Anmerkung einer reisenden und Aktivistin: eine Krawatte (Deckname) würde ich in einem Land mit "unterschiedlichen politischen und mafiösen Bewegungen nicht zurücklassen." Du könntest sonst zufällig mal an irgendeiner Grenze festgenommen werden, weil jemand mit diesem Namen einen Wecker gekauft hat oder einen Bogen ( vom Bogenschiessen), etc...
naja... nun isses so- wnn du wieder urück bist kannst du dir ja die story von Gabi und ihrem perso im nach Raf zeitalter mal erzählen lassen.. Viel Spass euch und viele Grüße, der Vulkan muss ja toll sein
Sabine W.