Lang ist es her, dass wir uns gemeldet haben, viel ist dazwischen passiert, kurz werde ich es zusammenfassen.
Die Tage in Arequipa waren am Ende etwas langweilig moechte ich fast sagen, da man wirklich alles kannte und so waren wir beide froh als es dann endlich in Richtung des Canyon ging. Mit dem BUs nach Chivay, welches auf 3700m liegt. Da wir spaet angekommen waren, uebernachteten dort kurz und machten uns am naehsten morgen frueh auf zu einer Wanderung.
Wir haben viele Sachen in Arequipa gelassen und mit weniger gepaeck muteten wir uns wiedereinmal viel zu. Ich mit dem Rucksack mit allem noetigen (Zelt, Schlafsaecke, Kocher usw.) und Ronja mit vollbepackten Hokus-Pokus (unserem Tagesrucksack) und der Fototasche.
So machten wir uns froehlich auf. Diesesmal lag es aber nicht an uns, dass es wieder schiefging. Nein auch keiner ist an uns vorbeigefahren und hat uns mitgenommen. Wir sind einfach in die falsche Richtung gelaufen. Nach einem ganzen Tag ueber wirklich hohe Berge (4000m), durch die Pampa (es war kein Weg zu sehen), kamen wir in Tuti, 15-20km in die falsche Richtung an. Wir wunderten uns sehr, da wir extra mit KOmpass gelaufen sind und uns immer brav an ihn gehalten haben. Leider stellten wir fest, dass die Karte die wir hatten falsch genordet war und zwar genau umgekehrt. Bloede Turistenkarten! Zum Glueck konnten der Packesel (Zitat Ronja), und Ronja, die Frostbeule, mit einem Bus wieder nach Chivay, wo wir direkt einen Bus zu unserem eigentlichen Tagesziel nahmen. Dabei stellten wir fest, dass dieses Tagesziel viel naeher gewesen waere.
Dort suchten wir schliesslich noch nach einem geeigneten Zeltplatz, den wir unten im Canyon neben dem Fluss fanden. Auf dem Weg dorthin luden uns noch einige Einheimische, die gerade auf dem Felde arbeiteten, zu einem Glaesschen Chicha (Maisbier) ein. Wir lernten noch einige Worte in der Landesprache (Quechua) und mein spanisch hat auch davon profitiert. Es war schoen, solche Begegnungen wollte ich auf unserer Reise haben.
Als wir nach einer wirklich extrem Sternenklaren Nacht die wir beide noch nie so hell gesehen haben (es war hell obwohl kein Mond da war) aus unserem Zelt krochen, uns im Fluss wuschen und noch ein wenig das Wetter genossen, waren alle Sorgen vergessen. So muesste man echt jeden Morgen aufwachen!
Wir machten uns, diesesmal in die richtige Richtung auf zu unserem naehsten Ziel. Aber wir waeren nicht Ronja und Wanja, haetten wir es diesesmal erreicht. Der Colca, der Fluss hier nachdem auch das Tal benannt ist, machte uns einen Strich durch die Rechnung. Oder sagen wir die fehlenden Bruecken, die uns eine Ueberquerung unmoeglich machten. So endeten wir, wieder nach einem anstrengeden, aber sehr schoenen Trek, auf der falschen Seite in einem Dorf, von dem wir abermals mit einem Kleinbus an unseren Startpunkt (Die Strassen sind hier auch so bloed angelegt, dass man immer zurueck muss) von wo wir dann endlich durch den ganzen Canyon nach Cabanaconde gefahren sind. Den tiefsten Punkt des Canyons (mehr als zweimal so tief alswie (um mal in unserer Landessprache zu sprechen) der Grand Canyon) haben wir gesehen, aber wegen des teuren Permits, liessen wir das aus. Wir muessen ja sparen ;)
So nun sind wir hier, wollen morgen auf nach Cuzco, wo wir hoffentlich nach einem schoenen Trek am Ziel, dem Machu Picchu, ankommen werden. Und warscheinlich gibts dabei ja auch noch was zu feiern, ne.
Wir sind auch schoen braun geworden, sind soweit wieder gesund und haben uns gut an die Hoehe gewoehnt. Perfekte Vorraussetzungen. Es duerfte also nichts schiefgehen......duerfte.....
P.S.: Der Titel hat stand automatisch da... ist zwar ne bloede Sprache, aber passt ja ;)

1 Kommentar:
Heey =)
War ja klar das ihr euch mindestens einmal verlaufen musstet (auch wenns nicht eure Schuld war :D )
Wenigstens hattet ihr ja ne sternenklare Nacht ^^.. In nem FLuss hab ich mich morgens auch noch nie gewaschen XD.
Nja.. ich hoffe es geht euch gut .. Gruß KOlja
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