Sonntag, 31. August 2008

DANKE!

Ich danke allen Leuten, die auf unserer Abschiedsfeier waren und auch noch sind!
Wir werden uns bald wieder sehen!

Sonntag, 24. August 2008

Die letzte Woche

In genau einer Woche und einem Tag hängen wir warscheinlich schon beim Check-In am Flughafen und sind uns vielleicht dann endlich bewusst, dass es wirklich losgeht. Zur Zeit fühle ich mich nämlich eigentlich gar nicht so, als würde ich bald für einige Monate meine gewohnte Umgebung verlassen werde.
Die letzte Woche wird jedoch nochmals stressig. Die Termine sind aber meist von positiveren Sinne. Zwei mal muss ich noch nach Rupperath, was dann dort auch meinen Abschied bedeutet. Spülen muss ich warscheinlich auch noch zwei mal, auch wenn ich gern heute mein letztes Mal haben möchte, ich muss mal gucken, ob ich das klären kann, sodass ich wenigsten noch ein wenig mehr Zeit hab.
Am Dienstag habe ich einen Tag nur für Ronja und mich geplant. Zwar haben wir auf der Reise genug Zeit zu Zweit, aber ein schöner Tag noch in Good All Germany ist bestimmt noch gut.

Leider sieht es mit den finanzen schon etwas schlechter aus als geplant, aber das wird uns von der Reise jetzt auch nicht mehr abhalten. Dennoch drückt es ein wenig auf die Stimmung... gut das ich kaum Zeit habe darüber nachzudenken ;)

Samstag, 9. August 2008

Es wird ernster

Die Zeit vergeht mal wieder extrem schnell und es sind nun nur noch 3 Wochen bis zum Abflug. Die Zeit vorher wird jedoch nocheinmal stressig. Ich habe gestern bemerkt, dass ich bis dahin an keinem Tag nichts vorhab. Jeden Tag werde ich entweder arbeiten, Reisevorbereitungen treffen oder nochmals Freunde treffen bzw. mit der Familie essen gehen. Die beiden letzten Dinge tue ich natürlich am liebsten.
Aber es macht Spaß zu sehen wie nah die Reise nun rückt. Es war bis jetzt immer ein kleiner Traum in weiter Ferne, in 21 Tagen wird er wahr.

Nun wird noch eine Woche in der Firma gearbeitet, zwei Wochen gespült und meine letzte Nacht in Deutschland verbringe ich in Rupperath. Und irgendwie freu ich mich darauf, denn diese Tätigkeit hat mich nun 2 1/2 Jahre begleitet und ich werde die Menschen dort ja auch auf eine Art vermissen.

Ich habe nun soweit alles gekauft, was ich glaube zu brauchen. Nun wird es aber nochmal schwer alle Dinge drumherum so zu erledigen. Ich werde mir gleich eine to-do Liste erstellen, die ich hoffentlich bis zum ersten September abhaken kann.

Ich werde euch auf dem laufenden halten.

Freitag, 1. August 2008

Arbeit, Arbeit!

So nun ist ja schon wieder eine lange Zeit vergangen seid ich mich hier gemeldet habe, doch jetzt möchte ich euch ein wenig von meiner/unserer letzten Wochen erzählen:

Ich werde mich kurz halten, ist ja eh meist das selbe Lied: Arbeiten bis zum Umfallen.

Beginnen wir mit Sonoco, also eigentlich der Zeitarbeitsfirma. Wir sind ja bei Sonoco über „Fulltime Personal Service“ angestellt. Zeitarbeit ist bestimmt einigen von euch auch schon bekannt, aber ich hätte es mir nie so vorgestellt.

Eigentlich kann die Firma mit dir tun und lassen was sie will. Wir wurden allein diese Woche zwei mal angerufen und sozusagen auf Bereitschaft gesetzt. Das bedeutet du weißt nicht ob du arbeiten musst oder nicht, bis die Firma nochmals anruft, was oft erst kurz vor Arbeitsbeginn ist.

Außerdem können sie die jederzeit absagen. Unsere Firma macht das zum Glück telefonisch, aber Leute der anderen Firmen bekommen zum Teil erst in Euskirchen wenige Minuten vor Schichtbeginn die Nachricht, dass die frei haben.

Geld gibt’s natürlich nur für wirklich gearbeitet Stunden. Wenn sie dich eine Woche lang nach Hause schicken, verdienst du einfach nichts. Bez. Urlaub gibt’s nur noch 40 Tagen durchgängiger Arbeit. Wenn du also am 39. Tag nach Hause geschickt wirst, musst du wieder 40 Tage warten.

Einzig positiv ist, dass Überstunden bezahlt werden und es einen Wochenendzuschlag gibt. Kombinierbar sind diese Bezüge jedoch nicht.

So arbeiten wir zwischen 8 bis 10 Stunden täglich dort und hoffen darauf, dass auch schön alles bezahlt wird, denn Geld gibt’s immer erst einen halben Monat später.


Rupperath macht mir immer noch am meisten Spaß. Die Leute sind nett, ich kann mich gut unterhalten und noch mehr lernen. So war es auch nicht so schlimm in meinen Geburtstag dort zu arbeiten. Vor allem, weil ich auch noch tollen Besuch bekommen habe. Das wäre beim anderen Job auch nicht denkbar. Es viel mir schon sehr schwer dort zu kündigen, was ich ja jetzt machen musste, um auf Reisen zu gehen.


Spülen bringt mir das meiste Geld und das auch mit einem nicht zu schwerem Job. Und so kann ich, wenn ich mal reich werden sollte sagen, dass ich mich vom Tellerwäscher hochgearbeitet habe ;)


So sieht es mit meinem Teil der Finanzierung doch nicht ganz so düster aus, wie ich zuerst dachte, was die Vorbereitung natürlich zusätzlich versüßt.


Zur Reise kann ich nur noch einen eventuellen Zwischenstop in Israel hinzuzufügen.

Donnerstag, 31. Juli 2008

Gebucht

Letzten Freitag haben wir uns endlich mal in den Zug gesetzt und sind nach Köln gefahren, denn nur hier gibt es das heiß ersparte Ticket, das mal wieder noch teuerer geworden ist.

Mehr oder minder offiziel nennt sich das ganze RTW-Ticket (Round The World) und ist ein spezielles Angebot von großen Alliances. Zu festgelegten Tarifen kann man dabei innerhalb eines Jahres Jahres die Welt umrunden.
Im guten alten Bad Münstereifel wird dieser Begriff wohl frühestens in 50 Jahren im offizielen Angebot der Resiebüros auftauchen...

Der Preis berechnet sich, neben Kosten für Flughafengbühren und Steuern, nach Anzahl der bereisten Kontinente oder nach der Flugstrecke. Wir haben uns für letztere Variante entschieden.

So konnten wir Freitagabend nicht nur als glückliche Besitzer eines Hokus-Pokus Rucksackes, sondern auch zweier Flugtickets ins Bett fallen und von der Reise träumen.
Naja fast. Bezahlt werden mussten die Teile natürlich schon noch.

Unsere Flugroute sieht nun wie folgt aus:
Düsseldorf-London*-New York-Miami*-
Guayaquil-Punta Arenas-Santiago de Chile-EasterIslands-
Papeete-Auckland--Sydney-
Tokyo-Honkong*-Chennai-Delhi-
Helsinki*-Düsseldorf

*Zwischenstopps

edited by Wanja

Montag, 21. Juli 2008

Das erste Opfer

Das unterbrochene Arbeiten hat sein erstes Opfer gefordert.
Meine Toilette!
Nach heftigen Bauchkrämpfen Wanjas in der Nacht wurde das Attentat um 8.53 Uhr Ortszeit verübt und das sonst schaumolweiße Keramikbecken mit einem ätzendem Gemisch aus Magensäften und Halbverdautem attakiert.
Weitere Anschläge folgten.
Doch dank Großmutters Hausrezepten für verstimmte Mägen, Tees und Wärmflasche, ging es Wanja bald zumindest ein bisschen besser.
Dies ist vielleicht ein erster, im wahrsten Sinne des Wortes, bitterer Vorgeschmack ;) auf das da Kommende
und erinnert mich daran, dass wir bald mal eine Reiseapotheke zusammenstellen müssen.

Überhaupt, es gibt noch soviel zu tun und zu planen, doch leider hält uns das Arbeiten doch immens davon ab. Auch wenn die Häcken auf unserer, im Internet entdeckten, Checkliste für Weltreisende immer mehr werden, viele Punkte sind noch offen.
Etwa fehlt da ebenso noch ein warmes Fleece für Wanja wie das Abschiedsessen mit der Familie.
Aber ab dem 15.08. haben wir wieder etwas mehr Zeit, sodass alle Vorkehrungen zum Aufbruch sowie zum Abschied getroffen werden können.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Mein Leben für Sonoco

Es hat sich nun schon so ergeben, dass ich mein Leben nach der Arbeit richte und nicht umgekehrt. Das ist bestimmt eine gute, wenn auch relativ neue Erfahrung für mich. Natürlich musste ich es auch mal wieder übertreiben. Es kam soweit, dass ich sogar in einem Feld neben der Firma übernachtet habe, damit ich pünktlich bei meinen Schichten bin.
Aber fange ich mal am Anfang an. Da wir, also die Belegschaft, einige Projekte hinterherhinken, müssen einige von uns 10 Stunden Schichten machen. Natürlich bin ich sofort einer von diesen gewesen, was mich aber eigentlich nicht störte, da ich so mehr Geld verdiene.

Leider wusste ich am Montag davon nichts und kam zu meinen „normalen“ Zeiten. Das waren zwei Stunden zu früh. Also hatte ich zu Wochenbeginn gleich mal eine 12 Stundenschicht von 14-2 Uhr. Da ich Am Dienstag Abend jedoch in Ruperrath eingeteilt war, hatte ich gebeten, bei Sonoco am Dienstag die Frühschicht zu bekommen. So war es dann auch. Die beginnt um sechs. Wer jetzt aufgepasst hat, merkt, dass ich in der Nacht von Montag auf Dienstag also nur 4 Stunden zwischen meinen Schichten hatte. Da ich wenigstens diese schlafen wollte, entschied ich mich, mich einfach neben an auf eine Pappe ins Feld zu legen.

Die Nacht war sehr kalt und mein Plan zu schlafen ging nicht wirklich auf. Die Frühschicht ging dennoch relativ gut und schnell vorbei. So hatte ich in 24 Stunden 20 Stunden dort gearbeitet und 4 Stunden neben an im Feld übenachtet. Wenn das nicht mal im Sinne des Arbeitgeber ist, viel mehr kann man doch für eine Firma nicht machen ;)

Nach der Schicht bin ich mit dem Bus und Zug nach Ruperrath und hatte dort Nachtdienst. Ganz ohne Schlaf habe ich diesen Dienst aber nicht geschafft. Zum Glück war es eine ruhige Nacht. Als ich am Mittwoch abgeholt wurde war ich ziemlich fertig.

Dennoch musste ich wieder um 16 Uhr zur Firma und arbeitete, dieses mal auch mit Ronja, die 10-Stundenschicht. Und jetzt bin ich hier für ein/zwei Stunden zu hause und muss gleich wieder bis in die Nacht arbeiten.

Der Vorteil daran ist die bessere Bezahlung. Zumindest hoffen wir, dass Überstunden und Nachtschichten besser bezahlt werden. Bei denen kann man nie wissen, denn uns wurden auch einfach so die ersten 4 Stunden nicht angerechnet und auch nicht bezahlt. Jedoch ist da für mich das letzte Wort noch nicht gesprochen.